Montag, 21. August 2017

Frauen sollen in Berlin demnächst im Stehen pinkeln…

Wie die BZ berichtet, werden in Berlin zukünftig zu den Pissoirs für Männer Urinale für Frauen eingeführt, damit diese auch im Stehen pinkeln können.
Das Toilettenkonzept für Berlin aus dem Fachbereich Umwelt des Berliner Senats enthält neben Bestimmungen für Hygiene, Sicherheit etc. auch folgendes:

In Zukunft sollten Urinale, die von allen Geschlechtern benutzt werden können (vgl. Arbeitspaket 5, S.9), angeboten
werden.“

Mein erster Gedanke war: Warum zum Teufel?!
Es scheint in Berlin allerdings der Fall zu sein, dass es wohl mehr Urinale gibt als Toilettenkabinen bzw. an einigen Stellen in der Stadt nur Urinale vorhanden sind und keine Toilettenkabinen. Und das wird nun als ungerecht interpretiert, weil an diesen Stellen Frauen eben nicht die Möglichkeit haben, diese zu nutzen.
Aber warum man jetzt so einen Unsinn veranstaltet und Urinale für Frauen aufstellt, statt einfach noch ein paar Kabinentoiletten hinzu, ergibt für mich wenig Sinn. Vermutlich auch aus dem Punkt „WEIL HALT“.
Frauen beschweren sich ja sonst schon häufig darüber, dass sie sich nicht gerne auf öffentliche Toiletten setzen, da diese nicht besonders sauber sind. Ich kenne auch welche, die immer Papieraufleger für die Klobrille dabei haben, um diese nicht berühren zu müssen. Auch ich desinfiziere jede fremde Klobrille bevor ich mich auf diese setze. Als erstes hatte ich daher auch gedacht, dass das nun mit ein Grund wäre, warum Frauen gerne Urinale haben wollen. Die muss man schließlich nicht mit der Haut berühren.

Aber um das zu vermeiden gibt es ja auch noch die Hocktoiletten, wie sie häufig in südlichen Ländern wie Frankreich oder Italien vorkommen. Man hockt sich hin und hat so keine Berührung von Haut und Toilette.
Als in einem Bürgerzentrum in Köln  schließlich eine solche Toilette als zusätzliches Angebot eingebaut werden sollte (die sind kaum teurer als gewöhnliche Toilettenschüsseln), gab es gleich eine riesige Aufregung. Irgendein Idiot kam wohl auf die grandiose Idee, eine solche Hocktoilette als „kultursensible Toilette“ zu bezeichnen und diese auch noch im Zusammenhang mit muslimischen Mitbürgern zu erwähnen. Und da kommen natürlich gleich wieder die ganzen Spinner aus ihren Löchern, die alles muslimische auf alle Fälle vermeiden wollen.

Tatsächlich ist es so, dass in dem entsprechenden Zentrum viele verschiedene Angebote auch für Flüchtlinge gemacht werden und es aufgrund dessen zu der Idee kam, eine solche Toilette als zusätzliches Angebot einzubauen (während sowieso renoviert wurde). Das muss aber nicht zwangsläufig etwas mit der Religion zu tun haben, sondern kann einfach ganz praktisch sein, wenn ein Flüchtling eben eine Toilette vorfindet, die er angenehm, da aus der Heimat bekannt, findet. Und da es weiterhin ganz normale Toiletten gibt, kann ich die Aufregung auch nicht verstehen.
Würde es bei öffentlichen Toiletten dieses Angebot geben, wäre ich auch in Versuchung, eher die Hocktoilette zu nutzen aus bereits zuvor genannten Gründen.
Ich bin allerdings gespannt, ob die geplanten Urinale in Berlin tatsächlich von den Frauen angenommen werden.

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