Montag, 10. Juli 2017

Hallo lieber Frauenversteher!

Schön wie du deinen Artikel schon startest; ein paar allgemeine Aussagen, denen niemand widersprechen kann:

„Die Lebensrealitäten von Frauen und Männern sind grundlegend verschieden.“

Vermutlich genauso wie die Lebensrealitäten von Menschen auf dem Land und Menschen in der Stadt, von jungen und alten Menschen, von Arbeitern und Selbstständigen, von dicken und schlanken Menschen, von … Wie einfach jeder individuelle Mensch nicht das gleiche Leben und die gleichen Erfahrungen macht wie andere!

„Während die von Frauen oft von Diskriminierung und Gewalt geprägt ist, genießen Männer im Vergleich viele Vorteile.“

Wo sind denn die Belege und Beispiele dafür?

„Unser Autor David versucht zu verstehen, weshalb sich viele Männer dessen nicht bewusst sind und was getan werden kann um diesen Graben zwischen den beiden Welten zu überwinden.“

Es muss also ein Mann kommen, der die Frauen versteht und deshalb erklären kann, wie das so läuft – also mit den Frauen und dem Verstehen.

Gleich nach der Einleitung kommt dann natürlich auch schon das erste Beispiel für eine Situation, in der die Frauen so viele Nachteile und die Männer so viele Vorteile haben:

„Wenn ich jetzt allein wäre, würde ich mich nicht durch diesen Hinterhof trauen“, sagt meine Freundin und greift meine Hand etwas fester. Bestimmten Schrittes gehen wir im Dunkeln voran. Zu unserer Rechten eine Gruppe Männer, die rauchend und trinkend eine Sitzbank in Beschlag nimmt. Augenpaare heben sich, musternde Blicke streifen im Vorbeigehen. Um die Ecke, außer Reichweite, betreten wir das Treppenhaus und nehmen die ersten Stufen. Sichtlich erleichtert geht meine Freundin voran.“

Und nur weil deine Freundin vielleicht ein armes verängstigtes Mäuschen ist, musst du das nicht pauschal auf alle Frauen übertragen. Und wie war das nochmal in der Einleitung: Die Lebensrealität von Frauen ist oft von Diskriminierung und Gewalt geprägt?
Wo war denn die Diskriminierung und Gewalt in dem Beispiel? Männer die gemütlich ihren Feierabend genießen, die kein Wort sagen und in keinster Weise irgendwie belästigen werden hier als Gefahr dargestellt?
Und natürlich wird diese Situation von dir, lieber Frauenversteher noch stark dramatisiert:

„Diese Begebenheit ist beispielhaft für eine simple Tatsache, der ich mir – leider – erst vor einiger Zeit wirklich bewusst wurde: Frauen leben in einer substantiell anderen Lebenswirklichkeit als Männer. Fast nie werden sie so respektvoll behandelt wie wir es gewohnt sind.“

Was ist in dieser Begebenheit nochmal passiert, was nicht respektvoll war? Hmm, gab es irgendwelche Sprüche? Gab es irgendwelche unangenehmen Berührungen, gab es irgendetwas, was nicht respektvoll war?
Außer vielleicht deine Unterstellung, dass man als Frau pauschal ein ängstliches Hascherl ist, weil deine Freundin so ist? Das ist im Übrigen sexistisch! Aber hey, du darfst das ja sagen, du bist ja ein lieber, einer der Guten, der Frauenversteher und du meinst das natürlich nicht so wie ein Machoarsch, der irgendwelche sexistischen Äußerungen ablässt!

Und im nächsten Absatz wird es dann noch allgemeiner:

„Weltweit sind Frauen Opfer von Unterdrückung, Sexismus und Gewalt. Im privaten und öffentlichen Raum, in der Beziehung, im Netz, im Beruf, auf Reisen – in allen Bereichen ihrer Leben. Weltweit gehen praktisch all diese Gewalttaten von Männern aus.

Klar, mit dem eigenen beschränkten Blick, mit dem du nicht einmal die Situation in Deutschland richtig einschätzen kannst (Kleiner Tipp: Es ist nicht alles nur schwarz weiß, sondern meist sehr viel grau), willst du erkennen können wie es im Rest der Welt zugeht?
Natürlich ist es in vielen Ländern so, dass Frauen unter Unterdrückung leiden müssen. Aber genau deshalb ist es doch noch perfider, so zu tun als wären Frauen hier in Deutschland ach so arme Opfer!
Und damit du nicht als ganz so mieser sexistischer Arsch dastehst (der du aber eigentlich bist), noch schnell eine Relativierung deiner Aussagen hinterhergeschoben:
„Um das klarzustellen: Das heißt nicht, dass alle Männer gewalttätig und Täter, alle Frauen friedfertig und Opfer sind. Auch Männer leiden an Gewalt, auch Frauen verhalten sich durchaus gewalttätig.“

Ernstnehmen kann das bei dem Rest deiner Ergüsse aber wohl keiner mehr…

Außerdem behauptest du folgendes:

„Diese strukturelle, in unseren Gesellschaften tief verankerte Gewalt bringt Frauen zum Schweigen, schränkt ihre Bewegungs- und Entfaltungsfreiheit erheblich ein.“

Das ist Unsinn. Das, was die Bewegungs- und Entfaltungsfreiheit von Frauen einschränkt sind solche Typen wie du, die Frauen immer als Opfer darstellen, die Frauen ängstigen, indem sie ihnen erzählen, dass es nicht möglich ist alleine als Frau durch die Stadt zu laufen. Die ihnen erzählen, wie groß doch die Gefahr von irgendwelchen Männern auf der Parkbank ist!
Und die dann meinen sich auch noch mit solchen Texten wie dem hier besprochenen als lieber netter Frauenversteher aufspielen zu müssen! Du bist schuld, dass deine Freundin Angst hat nachts alleine, weil du ihr immer wieder klar machst, dass die böse weite Welt ach so gefährlich für Frauen ist!

„Wenn ich reise, kümmere ich mich beispielsweise wenig darum, wie ich mich kleide oder zu welcher Tageszeit ich unterwegs bin. Im Netz bewege ich mich frei und unbeschwert, ohne Angst vor Androhungen von Vergewaltigung. Im Job muss ich mir keine anrüchigen Kommentare, ungebetene Annäherungen oder körperliche Übergriffe gefallen lassen. In einer Partnerschaft werde ich tendenziell nicht geschlagen oder missbraucht. Gemeinhin werde ich als Mensch und nicht als Objekt wahrgenommen.“

Freut mich für dich. Stell dir vor: den meisten Frauen geht es genauso! Außer vielleicht denjenigen, die so einen Freund oder Mann wie dich an ihrer Seite haben, der ihnen erzählt, dass das für sie alles nicht möglich ist, weil sie Frauen sind.
Außerdem erzählst du uns Frauen:

„Obwohl Frauen in ihrer Selbstbestimmung regelmäßig Einschränkungen erfahren, haben wir Männer viel zu selten ein Bewusstsein dafür.“

Welche Einschränkungen – abseits der idiotischen Behauptung Frauen könnten nicht alleine durch die Stadt gehen und sich frei bewegen – bitte?
Und du meinst vermutlich noch, du hast ein Bewusstsein dafür, wie es Frauen geht, was Frauen wollen? Oh man, ja du geiler Hecht, du hast es voll erfasst: Wir Frauen wollen alle einen Mann wie dich, der uns durch seine ständigen Erzählungen von Diskriminierung etc. davon abhält alleine auf die Straße zu gehen.
Ist das eigentlich so eine Masche? Der Macho verbietet der Frau, alleine rauszugehen und du ängstigst sie so sehr, dass sie sich alleine nicht mehr raus traut (zumindest ist das dann wohl der gewünschte und bei deiner Freundin auch erreichte Effekt)?

Und natürlich nimmst du alle Männer noch brav in Sippenhaft, gibst ihnen eine schuld qua Geschlecht an all den Verbrechen, die irgendwelche Arschlöcher da draußen begehen:

„Verantwortung zur Handlung tragen wir als Angehörige des männlichen Geschlechts, auch wenn wir nicht diskriminieren oder schlagen. Schweigen wir, so bedeutet das in gewisser Weise, dass wir uns auf die Seite einer ungerechten Sache stellen.“

Und du bist natürlich besser als all die anderen, die Schweigen, denn du hast diesen ach so tollen Artikel geschrieben, in dem du dich klar positionierst – natürlich auf der Seite der armen unterdrückten Frauen! Du bist sicher damit der Held aller Frauen!
Toll und bewundernswert finde ich auch, deine Tipps für andere Männer, damit sie ebenso ein so großartiger Frauenversteher und guter Mensch werden wie du:

„1) Sich bilden, fragen und zuhören: Es ist nicht an Frauen, uns Männern zu erklären, welche Probleme eine patriarchale Gesellschaft hervorruft.( …)Hierzu gehört auch, Fragen zu stellen und wirklich zuzuhören, wenn uns Frauen erklären, in was für einer Welt sie leben; im Gespräch davon abzusehen zu relativieren, zu verteidigen oder zum „Gegenangriff“ überzugehen.“

Es ist nicht an euch Männer zu erklären, sondern ihr sollt zuhören. Dass du mit deinem Artikel da eine klassisches Gegenbeispiel bietest merkste selber, oder?

„2) Anerkennen: (…)“

Aber sicher nicht die tatsächlichen vielen tausend unterschiedlichen Realitäten von vielen tausend unterschiedlichen Frauen. Sondern nur diejenigen, die dir, lieber Frauenversteher in den Kram passen!

„3) Neue Ideale von Männlichkeit entwickeln: (…)“

Oh ja. Am besten dich als Vorbild für das Ideal aller Männer! Du bist so gut, dass alle Männer sein sollten wie du!

Und ganz toll auch dein letzter Absatz im Artikel:

„Dann, vielleicht, geht eines Tages eine Frau allein bestimmten Schrittes im Dunklen über den Hinterhof. Zu ihrer Rechten findet sich eine Gruppe Männer, die rauchend und trinkend eine Sitzbank in Beschlag nimmt. Augenpaare heben und senken sich. Um die Ecke betritt die Frau das Treppenhaus und nimmt die ersten Stufen. Für sie ist das ein ganz normaler Weg nach Hause. Es ist nichts weiter dabei, vor allem keine Angst."

Nein, dafür sind deine Tipps alles andere als hilfreich! Du erreichst mit deinem dämlichen Getue nämlich genau das Gegenteil.
Stell dir vor, es gibt Frauen, die nicht einen solchen Frauenversteher wie dich an ihrer Seite haben und für die ist das heute schon ganz normal, sich alleine in der Welt zu bewegen – ohne irrationale Ängste!
Und vielleicht wäre auch deine Freundin eine solche selbstbewusste Frau, wenn du ihr nicht erzählen würdest, wie schlimm diskriminiert und Opfer sie doch ist!

Ps. Hier noch was interessantes für dich zum Lesen, damit du mal andere Lebensrealitäten von Frauen kennenlernst:

 
 
 

Mittwoch, 5. Juli 2017

Unzufriedene, faule, dicke Menschen

Diese Personen regen mich zur Zeit extrem auf. Diese Menschen, die sich selbst aufgeben, hässlich finden und frustriert durch die Gegend laufen. Und dann gleichzeitig noch behaupten, jeder dicke Mensch wäre so wie sie!
Nein verdammt! Ich bin nicht wie ihr und ich finde euer scheiß Verhalten einfach bescheuert. Mit der Art und Weise mit den Behauptungen schadet ihr nicht nur euch selbst, sondern auch der gesellschaftlichen Sicht auf dicke Menschen! Also genaugenommen regt mich nur Letzteres auf! Jeder Mensch soll gerne so viel er will faul auf der Couch rumgammeln und nichts tun und denken er ist hässlich – Aber bitte treibt auch doch nicht im Internet und in anderen Medien rum und behauptet, dass alle dicke Menschen so sind wie ihr!
 
Anlass, warum das jetzt wieder in meine Gedanken gekommen ist, war tatsächlich der Beitrag mit und über Nicola bei FrauTv, die unter anderem auch über Fat-Acceptance etc. auf ihrem Blog bloggt. Ich muss sagen, ich mag ihren blog, lese ihn ganz gerne mal, aber immer wieder kann man raushören, das sie eigentlich nicht zufrieden damit ist, wie sie ist. Und sich dann hinzustellen und zu sagen, dass sie „Fettaktivistin“ ist und alles toll so ist wie es ist finde ich einfach scheiße.
Wenn man nicht zufrieden ist, dann muss man was ändern (nein, nicht unbedingt abnehmen, vielleicht einfach mal am Selbstbewusstsein arbeiten)!
Jemand, der Dinge schreibt wie „ ‚Du hast so ein hübsches Gesicht‘ heißt nichts anderes als ‚Warum bist du nur so fett?‘“  und im TV verkündet: „Ich habe so hart gearbeitet, um mit diesem Körper endlich Frieden zu schließen“ kann doch nicht ernsthaft mit sich selbst zufrieden sein. Wenn ich mit mir selbst zufrieden bin, dann freue ich mich doch über Komplimente! Auch ein Kompliment für mein hübsches Gesicht, Kleidungsstil etc. sagt doch nicht gleichzeitig, dass ich fett sei! (Abgesehen davon, wenn die Aussage damit verknüpft ist, eine bestimmte Handlung sei "mutig", weil man dick sei.)Diese Aussage demjenigen, der einen vielleicht einfach wirklich hübsch findet, zu unterstellen, finde ich eigentlich schon eine Frechheit.
Und wenn ich mit mir selbst zufrieden bin, warum muss ich daran arbeiten, mit meinem Körper Frieden zu schließen? Wieso hat man den Körper ursprünglich als Feind betrachtet?
 
Weiterhin stellt Nicola im TV-Beitrag die Frage, wieso es überhaupt so wichtig sei, schön zu sein. Hmm, vielleicht weil es einem einfach gut tut, wenn man sich im Spiegel selbst gefällt, wenn man sich freut, wenn man sein Spiegelbild sieht?
Ich finde es hingegen überhaupt nicht wichtig, einem gesellschaftlichem Schönheitsideal von Schlankheit etc. zu entsprechen – tue ich selber ja auch nicht. Will ich auch gar nicht! Aber ich möchte mich im Spiegel mögen! Ich möchte nicht in den Spiegel gucken und denken: Ich bin zwar hässlich, aber es ist doch nicht wichtig, schön zu sein! Nein, ich möchte in den Spiegel gucken und denken, wow bin ich schön! (Klappt bei mir übrigens wunderbar ;) )
Selbstliebe ist so unglaublich wichtig! Es geht einem einfach besser, wenn man sich selbst gefällt, als wenn man „Frieden schließt mit einem Körper, den man eigentlich nicht mag“ und sich einredet, man muss ja nicht schön sein!
Und dieses nicht schön fühlen bestätigt Nicola auch gleich mit der weiteren Aussage: „Als dicker Mensch, weil man sich so blöd fühlt, stellt man sich oft nicht vor den Spiegel.“
Und warum sollte man sich als dicker Mensch bitte nicht oft vor den Spiegel stellen? Der einzige Grund ist, dass man mit sich selbst unzufrieden ist! Dann sollte man etwas an sich selbst ändern: Am besten an Selbstbewusstsein und Selbstliebe arbeiten – und falls das nicht klappt evtl. an seinem Körper!
Aber doch nicht versuchen allen anderen dicken Menschen einzureden, sie könnten sich gar nicht schön finden, sie schauen nicht gerne in den Spiegel…
 
Ich möchte mich in diesem Beitrag aber nicht nur an Nicola abarbeiten, der Beitrag war lediglich der eine einzige Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Weiterhin aufgeregt hat mich beispielsweise auch die dicke Kassiererin, die es kaum schafft, den 5k Kettlebell (ich liebe die Übungen damit!) über den Skanner zu wuchten und dann kommentiert: „Ich krieg den ja kaum hoch und kann mir gar nicht vorstellen, dass du damit trainieren willst!“ Ernsthaft?!
Was geht diese Dame mein Einkauf an? Und warum muss sie in der Öffentlichkeit selbst das Bild einer faulen, schwachen dicken Person abgeben und das gleichzeitig auf mich projizieren?! Mein gesamter Einkauf wiegt übrigens normalerweise ca. 20-30 Kilogramm, was ich verteilt auf zwei Tüten problemlos in den zweiten Stock trage (selbst ohne Kettlebell).
 
Auch erinnere ich mich noch an die erste Staffel von „Curvy Supermodel“ auf RTL2, als nach den ersten Sendungen schnell überall Artikel erschienen, in denen sich gemeinsam darüber aufgeregt wurde, dass die Jury bei einer Bewerberin bemängelt hat, sie solle Sport machen, damit es weniger schwabbelt. Dazu hatte ich damals bereits in einem Artikel geschrieben:
 
„Generell scheint es aber die Autorin sehr zu stören, dass ein Modelkörper eben nicht schwabbeln soll, sondern fest zu sein hat. Bereits in der Überschrift heißt es also „Bloß nicht schwabbeln!“ und auch im Text findet sich dann folgende Passage:
 
„Einer geschassten Kandidatin wird immerhin gesagt, sie könne nächstes Jahr wiederkommen - wenn sie abgenommen hat und nichts mehr schwabbelt.“
 
Hier gibt die Autorin die Stelle einfach komplett falsch wieder. Es ging in keinem Moment darum, dass die Frauen aufgefordert wurden abzunehmen. Sie interpretiert die Aufforderung, ein wenig Sport zu machen, damit es nicht mehr schwabbelt einfach um. Fakt ist natürlich, dass man auch in einem dicken Körper sportlich sein kann und dieser dann auch weniger schwabbelt. Wenn sich nämlich unter oberflächlichem Fett Muskeln befinden.“
Und genau das scheinen unglaublich viele Menschen nicht zu verstehen: Dick bedeutet nicht, dass es schwabbelt! Wenn es schwabbelt, dann ist jemand unsportlich, aber nicht jeder dicke Mensch ist unsportlich. Und nicht jeder unsportliche Mensch, bei dem was schwabbelt ist dick! Ich bin dick und habe auch dicke Oberarme, aber wenn ich jemandem zuwinke, dann schwabbelt da sicher nichts am Arm! Denn ich bin nicht nur dick, sondern auch fit und sportlich. (Könnte vermutlich nahezu jeden durchschnittlichen Mann im Armdrücken schlagen ;) ).
 
Aber Nein, das darf es ja auch nicht geben: Dick und sportlich ist ja wieder mal ein unlösbarer Widerspruch. Es ist gerade so unglaublich, dass jemand wie Mirna Valerio, eine dicke Frau, die gerne läuft, einfach damit sehr bekannt werden kann, dass sie täglich joggen geht. Es scheint für die gesamte Welt einfach so unfassbar zu sein, dass man auch als dicker Mensch gerne läuft! Weil dicke Menschen sind ja faul und so!
Ich laufe übrigens auch gerne, nicht täglich, sondern jeden zweiten Tag. Ziel ist es, nächstes Jahr einen Marathon zu laufen. Ich liebe laufen, es ist einfach super entspannend und man fühlt sich gut dabei! Und hey, ich bin dick und fit und sportlich (und körperlich wahrscheinlich gesünder als die meisten dünnen Menschen!)!
Aber so lange dicke, faule Menschen weiterhin verkünden: wenn jemand dick ist, dann ist es normal, dass es schwabbelt, glauben zu viele Menschen, dass man nicht fit und sportlich sein kann wenn man dick ist.
Und so lange dicke faule Menschen weiterhin erzählen, es ist nicht wichtig, dass man schön ist und man muss nur mit seinem Körper „Frieden schließen“, werden viele dicke Menschen weiterhin zu hören bekommen, dass es gar nicht sein kann, dass sie sich wohl fühlen, weil sie ja dick seien!
Verdammt noch mal! Ich fühle mich sehr wohl so wie ich bin und ihr alle, die frustriert Zuhause rumsitzt, euch nicht ins Schwimmbad traut und meint, es wäre normal sich nicht schön zu finden, weil man ja dick ist: Haltet doch einfach mal die Fresse und beschäftigt euch mit euren eigenen Komplexen!