Donnerstag, 25. August 2016

Warum Trump die bessere Wahl wäre

Die deutsche Medienlandschaft ist sich einig: Trump darf auf keinen Fall Präsident der USA werden.  Trump ist rassistisch. Trump ist sexistisch. Trump ist das Böse in Person.
Bei all dem Hass, der gegen den Immobilienmogul Donald Trump geschürt wird, vergisst man schon fast, wer da eigentlich die andere Wahl ist. Hillary Clinton: Jahrzehntelange Politikererfahrung, schreckt selbst davor, den eigenen Parteikollegen durch hinterhältige Tricks auszubooten nicht zurück und war nicht gerade unbeteiligt an vielen Kriegen der USA - klassischer Präsidentschaftskandidat. Einziger Unterschied zu den vorherigen Präsidenten: Hillary ist eine Frau. Und Obwohl dies für einige auszureichend zu sein scheint als Qualifikation für das höchste Amt der Vereinigten Staaten, sehe ich das anders.
Ich denke, keiner der beiden ist eine gute Wahl, die Wahl zwischen Pest und Cholera – ähnlich wie bei der Wahl des Bundespräsidenten in Österreich, die im Herbst widerholt werden muss.

Ich habe viele Artikel gelesen und Reportagen bzw. Interviews gesehen, die sich mit dem Thema befassen. Besonders interessant auch immer die Kommentarspalten. Zunächst möchte ich mit ein paar Fakten über die jeweiligen Kandidaten beginnen:
Hillary Clinton, ist mit dem ehemaligen Präsidenten Bill Clinton verheiratet, war fast zehn Jahre im Senat vertreten und mehrere Jahre als Außenministerin beim aktuellen Präsidenten Barack Obama tätig. In dieser Position war sie auch damals schon immer nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. So genehmigte sie Waffenlieferungen in über zwanzig Länder, diese überwiesen im Gegenzug „Spenden“ an die Clinton-Stiftung. Dank Hillary Clinton wurden Länder wie Saudi-Arabien, Kuweit oder Katar von den USA mit Waffen beliefert. Dies sind Länder die der Westen allgemein kritisiert, da die Menschenrechte dort nicht gewährleistet werden. Aber Menschenrechte müssen nun einmal zurückstehen, wenn es um Geld für Clinton geht.
Im Fall einer Wahl zur Präsidentin der Vereinigten Staaten möchte Hillary „antiterroristische Aktivitäten“ verstärken und befürwortet eine weltweite Ausweitung der Tätigkeit amerikanischer Geheimdienste. Das bedeutet, mehr Bespitzelung, mehr Bomben und Krieg.

Donald Trump ist im Gegensatz zu Hillary  Clinton bisher nicht als Politiker in Erscheinung getreten. Er war in der Immobilien- und Unterhaltungsbranche tätig, nachdem er das Unternehmen 1974 von seinem Vater übernommen hat. Mit dem Slogan „Make America great again“ (bereits von Ronald Reagan verwendet) bewirbt er seine Kandidatur für das Präsidentenamt der USA.
Er schwingt oft große Reden mit populistischen Forderungen wie eine Mauer an der Grenze zu Mexico zu bauen. Macht zweideutige Anspielungen und wirkt nicht gerade wie ein typischer Politiker. Einerseits möchte er Amerika abschotten (Mauer nach Mexico oder zeitweise Einreiseverbot für Muslime), andererseits bemüht er sich um ein gutes Verhältnis zu Russland.
Er befürwortet es, sich aus der NATO zurückzuziehen (kein Austritt) und nicht mehr so viel Geld in andere Länder bzw. den Aufbau derer zu investieren während Amerika selbst große Probleme hat und stark verschuldet ist.

Dies ist ein privater Blog und die zuvor genannten Informationen sind aus den unterschiedlichsten Artikeln und Interviews, die ich bisher zum Thema gelesen und gesehen habe. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe, jedes einzelne hier zu verlinken. Alles müsste sich mit ein wenig googeln schnell belegen lassen.

Interessant finde ich auch, wie die beiden Kandidaten im Wahlkampf miteinander umgehen: Trump konzentriert sich mehr auf seine Ideen (wie bescheuert die auch sein mögen), Clinton hingegen legt neben der Darstellung ihrer politischen Ziele großen Wert darauf, Donald Trump zu diskreditieren. Beispielsweise nennt sie ihn in ihrer Rede „Dangerous Donald“, um so in der Bevölkerung ein Gefühl von Angst vor Donald Trump zu erzeugen.
Viele dieser politischen Aussagen von Clinton werden inhaltlich von deutschen Medien übernommen und auch die deutsche Bevölkerung scheint zu einem Großteil zu denken, Trump sei Böse und Hillary gut. In deutschen Medien habe ich  - übrigens im Gegensatz zu amerikanischen – nicht einen einzigen neutralen Artikel zum Thema gefunden. Falls einer einen weiß, wäre ein Kommentar nicht schlecht.

Im Vergleich der beiden erscheint mir Hillary Clinton als eine größere Gefahr für den Weltfrieden, da sie nur auf den eigenen Vorteil bedacht in der ganzen Welt über Leichen geht.
Trump hingegen möchte sich auf das eigene Land besinnen und dies wieder aufbauen. Ja er mag menschlich ein Arschloch und Sexist sein (den Rassisten nehme ich ihm einfach nicht ab)- , aber er will deshalb nicht die ganze Welt bombardieren.

Kommentare:

  1. Ich wollte das ja schon bei dem Sexismus-Artikel schreiben, aber: you, madam, are a naughty, naughty feminist and deserve a hard spanking.

    Zum Thema: Ich stimme Dir grundsätzlich zu, aber so ungern ich das mache, hat Trump mit "crooked Hillary" (~verlogen) auch eine persönliche Ebene einbezogen, auch wenn die sich auf belegte Fakten stützt, während Trumps "dangerousness" reine Spekulation ist.

    Auch die Metapher mit "Pest und Cholera" ist (damit) etwas unpassend; Pest und Cholera sind heilbar. Es ist eher Pest und Aids.

    Und ich weise mal darauf hin, dass Journalisten im Ansehen bei Deutschen so langsam auf dem Niveau von Politikern angekommen sind - also deutlich schlechter als Gebrauchtwagenhändler. Deswegen gehen die Zeitungen ja alle gerade pleite.

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    1. "you, madam, are a naughty, naughty feminist and deserve a hard spanking."

      Oho, soll das etwa ein Angebot sein? ;)

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    2. Jupp.

      Wir müssten halt ein bisschen vorsichtig sein, meine Frau wäre eventuell sauer.

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