Freitag, 5. August 2016

The 100

Am 27.07 ist endlich die dritte Staffel auch in Deutschland gestartet. Ich muss zugeben, dass dies die erste amerikanische Serie ist, bei der ich nicht eine Folge verpasst habe. Zunächst kurz zum Inhalt, danach werde ich darauf eingehen, was mir persönlich so gut gefällt.

Die Erde ist seit knapp 100 Jahren nicht mehr bewohnbar, da ein Atomkrieg diese radioaktiv verseucht hat. Die Menschheit lebt auf einer Raumstation, der Arc. Da Platz und Ressourcen knapp sind, werden jegliche Straftaten der Erwachsenen mit dem Tode bestraft, nur jugendliche Straftäter bekommen andere Strafen.
Um festzustellen, ob die Erde wieder bewohnbar ist, werden 100 jugendliche Straftäter, ausgestattet mit Armbändern, die ihre Vitalfunktionen an die Arc übermitteln, auf die Erde geschickt.
Dort dauert es nicht lange  bis die feststellen, dass die Erde bewohnt ist. Zwischen den verschiedenen Völkern entwickeln sich Kriege und es werden welche zu Verbündeten. Auch die Liebe zwischen Angehörigen verschiedener Völker kommt nicht zu kurz. Aber auch innerhalb der eigenen Gruppe gibt es einige Konflikte - vor allem darum, wer der Anführer ist.
Auf der Arc kam es in der Zeit zu einem Zwischenfall, welcher dazu führte, dass ein Leben im All nicht mehr möglich ist, und so landen auch die übrigen Menschen aus dem All auf der Erde.
Das war es auch schon mit dem Spoilern,  da bleibt noch genug Spannung für diejenigen, die die Serie noch nicht kennen.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass es keine einseitigen Rollen für Frauen und Männer gibt und das völlig selbstverständlich dargestellt wird.
Ob Mechanikerin, Kriegerin oder Anführerin, nichts wird nur mit einem einzigen Wort von einem der anwesenden Männer als "unweiblich" abqualifiziert oder so getan als könnte ein Mann das besser. Einzig einmal Bellamy macht sich Sorgen um seine jüngere Schwester, die unbedingt kämpfen will. Es wird für den Zuschauer nicht klar, ob das mit dem Geschlecht zu tun hat.

Auch die Beziehung zwischen zwei der Anführerinnen wird völlig selbstverständlich dargestellt.  Die Homosexualität wird wird nicht in einem einzigen Moment diskutiert. Einziger Konfliktpunkt ist, dass es sich um zwei unterschiedliche Völker handelt, die nicht immer in Frieden miteinander verbunden waren.

Auch Rassismus wird indirekt thematisiert als Octavia, die zum Volk der Skypeople gehört, sich in Lincoln aus dem Volk der Grounder verliebt. Die beiden Völker sind zu dem Zeitpunkt verfeindet und diese Liebe wird von keiner Seite positiv gesehen. Obwohl Lincoln sich positiv zu den Skypeoplen äußert, wird er angefeindet, da er eben zu einem anderen Volk gehört.
Später in der dritten Staffel herrscht zwischen den Groundern und den Skypeople Frieden und Lincoln und Octavia leben zusammen im Camp Arcadia, welches von den Skypeoplen gegründet wurde.

Die Mischung aus Action, Liebe und einer postgender Gesellschaft macht die Serie spannend und abwechslungsreich!
Daher kann ich es nur jedem empfehlen, nächsten Mittwoch Abend pro sieben einzuschalten und nicht gleich zu verzweifeln, wenn man nicht alles gleich durchblickt.

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