Freitag, 26. August 2016

Hatespeech verhindern - der Kampf gegen Meinungsfreiheit

Immer häufiger wird dieser Terminus bei Diskussionen im Netz verwandt. Aber was genau ist eigentlich dieses Hate Speech,  oder zu deutsch Hasssprache?

Wikipedia definiert Hassrede wir folgt:

"Der Begriff Hassrede bezeichnet sprachliche Ausdrucksweisen von Hass mit dem Ziel der Herabsetzung und Verunglimpfung bestimmter Personen oder Personengruppen."

Seit kurzem gibt es die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Kampagne "No hate speech". Die sich gegen die wohl immer mehr zunehmenden Hassreden im Netz einsetzt.  Ich habe mich auf der Homepage mal ein wenig umgesehen und bin der Meinung, dass das ganze leider ein wenig lächerlich aufgemacht ist. Wenn es ernsthaft darum ging, etwas zu tun, sollte man meiner Meinung nach auch eine sachlich,  ernsthafte Sprache verwenden - dies wird aber nicht getan. Beispiele:

"Hate Speech ist, wenn man Worte und Bilder als Waffe einsetzt, bewusst, gezielt und voll auf die Zwölf."

"Es sei denn, sie fühlen sich selber von "Zensur" betroffen – dann können die Hater*innen plötzlich nicht genug von Menschenrechten kriegen."

Neben den genannten Ausdrücken wie "voll auf die zwölf" oder "nicht genug von Menschenrechten kriegen" werden oft Füllwörter verwendet, die normalerweise nur in persönlichen Gesprächen genutzt werden und nicht in sachliche Texte gehören.
Insgesamt wirkt die Kampagne eher, als richte die sich an kleine Kinder als an erwachsene Personen.
Mir zeigt das leider viel mehr, dass man das Thema nicht ernst nimmt. Schade, dass ausgerechnet diese mit Steuergelder unterstützt wird.
Auch die Art wie man mit Hate Speech umgehen sollte klingt nicht sehr vernünftig und erwachsen; dort werden sog. Memes bereitgestellt, mit denen gekonnter werden soll.
Darauf ist dann beispielsweise eine ältere Dame zu sehen, die über Männerrechte lacht. Meine Meinung dazu: ist es richtig sog. Hassrede ebenfalls mit Hassrede zu kontern?

Schon als kleines Kind habe ich gelernt, Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten erzeuge immer weitere Gewalt. Denkt ernsthaft jemand, mit irgendwelchen Bildchen, die sich über die Diskussionspartner lustig machen, ist eine angenehme Diskussionskultur zu erreichen?!
Ist das nicht viel mehr ein Weg zu einer Kultur, in der keiner sich mehr ernsthaft mit anderen Meinungen auseinandersetzt?

Mir erscheint es leider auch so, dass Hassrede von vielen Personen häufig so verstanden wird: Hassrede ist alles, was meiner (oder wahlweise der in der aktuellen Diskussion vorherrschenden) Meinung widerspricht.
Mittlerweile sind wir in einer Kultur angekommen, in der viele Menschen nicht mehr in der Lage sind für sie unangenehme Positionen zuzulassen. Die Hatespeech Kampagne möchte nun mit sozialen Netzwerken wie beispielsweise natürlich Facebook zusammenarbeiten, um ihre Standards durchzusetzen und entsprechende Kommentare zu löschen.
Durch die Förderung der Regierung und implizieter Einflussnahme ist das traurigerweise der erste Schritt zur Zensur. Wenn das tatsächlich so weitergeht, verlieren die deutschen in Naher Zukunft einen ihrer wichtigsten Werte: Meinungsfreiheit!

Natürlich darf man niemanden beleidigen, verleumden etc., aber dafür gibt es bestehende Gesetze - diese sind wichtig und müssen durchgesetzt werden. Aber die Kampagne gegen Hatespeech richtet sich bewusst auch gegen nicht strafbare Aussagen und da ist eindeutig eine Grenze erreicht!
Was nicht strafbar ist, fällt unter Meinungsfreiheit und darf nicht zensiert werden!

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