Montag, 29. August 2016

Freiheit

Was ist Freiheit? Was bedeutet Freiheit? Ich möchte mich hier auf die spürbare Freiheit, die es jeden Tag neu auszuloten gibt und die durch andere Menschen und Gesetze beschränkt wird/werden kann, beschränken. Zum philosophischen Freiheitsbegriff, der so weit führt, dass die Frage gestellt werden muss, ob es überhaupt einen freien Willen gibt, möchte ich mich in diesem Post nicht äußern, da das zu weit führen würde.
Für mich ist Freiheit neben Ehrlichkeit der wichtigste Wert. Ich finde es generell gut, wenn Menschen so viel wie möglich frei selbst entscheiden können. Der Staat sollte mit seinen Gesetzen nur die Rahmenbedingungen geben, um jedem Menschen dies zu ermöglichen.
In einer Diskussion bei Onyx wurde am Rand der Begriff der Freiheit gestreift und mich überraschte die Interpretation von Onyx:

„Jemand will nach Amerika auswandern, weil ihm die deutsche Gesetzgebung zu streng ist? Dann muß er auch damit leben, in Amerika kein so festes soziales Sicherungsnetz zu haben, das ihn auffängt, wenn er auf die Schnauze fällt. Das bedeutet, er muß auf die Freiheit verzichten, sich im Fall des Falles auf den Staat verlassen zu können.“

Freiheit als ein soziales Sicherheitsnetz zu definieren. Freiheit als etwas in Abhängigkeit zu definieren, bei dem man auf die Güte anderer angewiesen ist, das hat mich dann doch sehr verwundert. Da ich hier eine gänzlich andere Definition von Freiheit habe: Freiheit bedeutet eben gerade nicht, sich in Abhängigkeiten zu einzelnen (Personen, Organisationen, Staaten) zu begeben. Freiheit bedeutet immer auch selbst Verantwortung zu übernehmen, für sich und sein eigenes Leben!
Man kann ja soziale Sicherungssysteme befürworten und diese wünschen, aber warum sollte man das als Freiheit bezeichnen? Ist es nicht genau das Gegenteil von Freiheit? Denn alle diese Systeme sind immer an Bedingungen geknüpft: Wer irgendwelche Unterstützung möchte, muss nachweisen, dass er dazu berechtigt ist. Bei Arbeitslosengeld II in Deutschland beispielsweise, dass man keinen Besitz hat und sich um Arbeit bemüht. Wo sind diese Beschränkungen Freiheit? Bitte nicht falsch verstehen, es mag gute Gründe dafür geben, aber es handelt sich dabei eben nicht um Freiheit!
 
Grundsätzlich ist Freiheit eben immer genau das Gegenteil von Sicherheit: Wer mehr Sicherheit möchte, muss dafür auf ein mehr von Freiheit verzichten. Jeder Mensch entscheidet sich individuell dafür, was ihm wichtiger ist. Aktuell gehen Staaten allerdings immer mehr in die Richtung, die Freiheiten zu beschränken, um die Sicherheit (vermeintlich) zu vergrößern: Strengere Kontrollen an Flughäfen, Grenzen und überhaupt. Überwachung und Speicherung von Daten. Verbote verschiedenster Gegenstände in der Öffentlichkeit.
Manches macht Sinn, anderes weniger, aber es wird ein Gefühl von Sicherheit erzeugt – auch wenn dieses trügerisch ist.

Wie bereits beschrieben, bedeutet Freiheit auch Verantwortung. Die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen ist immer auch damit verbunden, die Konsequenzen zu tragen. Ein Schutz vor Konsequenzen hat insofern auch nichts mit Freiheit zu tun wie Onyx hier anscheinend glauben machen möchte:

„Niemand kann einfach so machen was er will, er muß auch alle Konsequenzen, die sich daraus ergeben, tragen. Und das ist natürlich mit einer Einschränkung von Freiheiten verbunden.“

Vielmehr ist jede Entscheidung mit Konsequenzen verknüpft. Manche dieser Konsequenzen lassen sich im Voraus abschätzen, andere nicht. Aber eine Beschränkung von Entscheidungen, die eventuell negative Konsequenzen haben könnten, ist eine Beschränkung von Freiheit und nicht die negativen Konsequenzen selbst. Sie bedeutet möglicherweise ein mehr von Sicherheit, aber nicht von Freiheit.
Freiheit bedeutet, auch dumme Entscheidungen mit negativen Konsequenzen treffen zu dürfen!

Kommentare:

  1. "Grundsätzlich ist Freiheit eben immer genau das Gegenteil von Sicherheit: Wer mehr Sicherheit möchte, muss dafür auf ein mehr von Freiheit verzichten."

    Das halte ich für eine grundlegende Fehlkonzeption, auch wenn sie ziemlich verbreitet ist. Jemand, der sich nicht sicher fühlt, ist eben nicht frei. Meinetwegen kann man sagen, dass für meine Sicherheit die Freiheit derjenigen eingeschränkt werden muss, die diese (aus welchem Grund auch immer) bedrohen wollen. Aber grundsätzlich ist Sicherheit eine Voraussetzung für Freiheit, nicht ihr Gegenteil.
    Wenn ich Angst haben muss, morgen nichts mehr zu essen zu haben, aus meinem Haus rausgeworfen zu werden oder auf der Straße angegriffen zu werden (=keine Sicherheit), dann bin ich auch nicht frei.

    Würdest du eigentlich auch ein bedingungsloses Grundeinkommen, bei dem keine Bedürftigkeit etc. nachgewiesen werden muss, als Einschränkung der Freiheit (da Abhängigkeit vom Staat) sehen?

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    1. "Meinetwegen kann man sagen, dass für meine Sicherheit die Freiheit derjenigen eingeschränkt werden muss, die diese (aus welchem Grund auch immer) bedrohen wollen. Aber grundsätzlich ist Sicherheit eine Voraussetzung für Freiheit, nicht ihr Gegenteil."

      Das sehe ich anders. Beispielsweise gibt es Kontrollen an Flughäfen, die die Freiheit, ein Flugzeug zu betreten erheblich einschränken - zur Sicherheit. Diese Sicherheitskontrollen schränken die Freiheiten nicht nur bei "tatsächlichen Terroristen" oder "Verbrechern" ein, sondern aller Personen, die ein Flugzeug betreten wollen.
      Dass Sicherheit eine Voraussetzung ist für Freiheit, sehe ich nichts so. Hängt evtl. auch davon ab, wie du die Begriffe "Sicherheit" und "Freiheit" für dich definierst. Wäre interessant da näheres zu erfahren.

      "Würdest du eigentlich auch ein bedingungsloses Grundeinkommen, bei dem keine Bedürftigkeit etc. nachgewiesen werden muss, als Einschränkung der Freiheit (da Abhängigkeit vom Staat) sehen?"

      Kommt darauf an, an welche Bedingungen es geknüpft ist. Ein sog. Bedingungsloses Grundeinkommen, das tatsächlich an keine Bedingungen geknüpft ist, ist utopisch. Es könnte beispielsweise die Freiheiten nehmen, den Wohnort aus dem Land zu verlegen (wenn es an einen Wohnsitz in Deutschland gebunden wäre) und wäre in dem Punkt natürlich eine Einschränkung von Freiheit.

      Das derzeitige Arbeitslosengeld zwei hat zumindest nicht viel mit Freiheit zu tun.

      Ich sage nicht, dass man nicht manche Einschränkungen aus gewissen Gründen hinnehmen sollte. Man sollte nur nicht so tun, als würde es nicht um solche handeln.

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  2. "Sicherheit" definiere ich als Abwesenheit von existenziellen (physischen und sozialen) Bedrohungen und Freiheit als das Vorhandensein von (sinnvollen und relevanten) Handlungsoptionen. Woraus für mich folgt, dass existenzielle Notsituationen die Freiheit verhindern, weil sie gar keine andere Wahl lassen, als alles dafür zu tun, die Situation zu beenden. Mit existenziellen Ängsten kann man m.E. nicht frei sein. Aber darüber kann man streiten, gebe ich zu.

    Bei den Flugzeugkontrollen würde ich sagen, kommt drauf an. Wenn Terrorismus eine so reale Bedrohung darstellt(e), dass es mich vom Fliegen abhielte, und wenn die Kontrollen dieses Risiko eliminieren würden, sodass ich dann wieder fliegen könnte, würde mehr Sicherheit schon zu mehr Freiheit führen.

    Aber ich gebe zu, dass es einen Kipppunkt gibt an der Stelle, an der die Einschränkungen durch die Sicherheitsmaßnahmen größer sind als die durch die Verhinderung der Gefahr erreichte Freiheit. Vorratsdatenspeicherung, Überwachung im öffentlichen Raum etc. sind sicher jenseits dieses Punktes, da ja nicht mal ganz so klar ist, welche Gefahren dadurch eigentlich gebannt werden sollen. Zumindest ich fühle mich dadurch mehr eingeschränkt als meine Freiheit durch die Abwesenheit der Gefahr vergrößert wird.
    Aber wenn ich es recht bedenke, ist es doch so rum: Durch öffentliche Überwachung wird kein Gefühl der Sicherheit geschaffen, sondern eins der permanenten Bedrohung vor irgendwelchen Gefahren. Und das dient dann dazu, die Freiheit weiter einzuschränken. Bestünde von vornherein Sicherheit, gäbe es gar keine Notwendigkeit, die Freiheit einzuschränken.
    Der Trick von Diktatoren ist nicht, das Volk in Sicherheit zu wiegen, sondern, es sich permanent bedroht fühlen zu lassen. Von daher ist die Behauptung, man müsse "Sicherheit gegen Freiheit abwägen" mitunter sogar ganz schön perfide: Wäre man in der Lage, für echte Sicherheit zu sorgen, dann gäbe es keinen Grund mehr, die Freiheit einzuschränken. Es ist also nicht die Sicherheit, die die Freiheit einschränkt, sondern die Angst vor Bedrohung. Aber vielleicht ist das ja auch gemeint, wenn Leute sagen, dass Sicherheit und Freiheit Gegensätze sind, keine Ahnung.

    Beim bedingungslosen Grundeinkommen kann ich dir nicht ganz folgen. Natürlich könntest du Deutschland immer noch verlassen, halt mit der Konsequenz, das Grundeinkommen zu verlieren. Hast du nicht oben noch geschrieben, dass Freiheit nicht die Abwesenheit von negativen Konsequenzen bedeutet? Deine Handlungsoptionen würden doch nicht eingeschränkt, höchstens würde ihr jeweiliger Wert verändert.

    Beim derzeitigen Arbeitslosengeld stimme ich dir zu, das hat nichts mit Freiheit zu tun. Das liegt m.E. allerdings gerade an der fehlenden Sicherheit, die dazu führt, dass Menschen sich schikanieren lassen müssen, weil sie sonst Sanktionen etc. befürchten müssen. Hätten sie die Sicherheit, dass sie das Geld auf jeden Fall bekommen, wären sie m.E. auch freier.

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    1. @Anonym:
      ""Sicherheit" definiere ich als Abwesenheit von existenziellen (physischen und sozialen) Bedrohungen und Freiheit als das Vorhandensein von (sinnvollen und relevanten) Handlungsoptionen."

      Bei Sicherheit stimme ich dir zu. Aber Fakt ist auch, dass dafür in der Realität eben die Freiheit eingeschränkt wird.
      Freiheit nach deiner Definition beschränkt die Handlungsoptionen auf "sinnvoll und relevant" - wer entscheidet, was sinnvoll und relevant ist?
      Nach meiner Definition bedeutet Freiheit eben nicht nur bestimmte Handlungsoptionen zu haben, sondern alle, die möglich sind, ohne andere in ihrer Freiheit zu beschränken.
      Wie ich im Artikel schon schrieb, bedeutet Freiheit für mich eben auch, dumme Entscheidungen treffen zu dürfen - eben nicht nur "sinnvolle" Handlungsoptionen.

      "Wenn Terrorismus eine so reale Bedrohung darstellt(e), dass es mich vom Fliegen abhielte, und wenn die Kontrollen dieses Risiko eliminieren würden, sodass ich dann wieder fliegen könnte, würde mehr Sicherheit schon zu mehr Freiheit führen."

      Hielte es dich vom Fliegen ab, weil du Angst hast? Dann ist es keine Einschränkung von Freiheit, denn du hast die Freiheit zu fliegen, musst eben nur evtl. negative Konsequenzen in Kauf nehmen.
      Könntest du nicht fliegen, da aufgrund der Bedrohung keine Flugzeuge mehr fliegen, dann wäre es schon eine Einschränkung.

      "Aber ich gebe zu, dass es einen Kipppunkt gibt an der Stelle, an der die Einschränkungen durch die Sicherheitsmaßnahmen größer sind als die durch die Verhinderung der Gefahr erreichte Freiheit."

      Eben.

      "Aber wenn ich es recht bedenke, ist es doch so rum: Durch öffentliche Überwachung wird kein Gefühl der Sicherheit geschaffen, sondern eins der permanenten Bedrohung vor irgendwelchen Gefahren. Und das dient dann dazu, die Freiheit weiter einzuschränken. Bestünde von vornherein Sicherheit, gäbe es gar keine Notwendigkeit, die Freiheit einzuschränken."

      Was richtig ist, ist dass es keine Notwendigkeit gäbe, die Freiheit einzuschränken, wenn von vornherein Sicherheit bestünde. Aber da das nicht der Fall ist, wird Freiheit eingeschränkt, um Sicherheit zu erreichen.
      Von vornherein Sicherheit ohne Einschränkung von Freiheit existiert in dieser Welt nunmal nicht. Und zu suggerieren, dass das möglich wäre, hilft auch nicht weiter.


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  3. Ein Unternehmen stellt nur schöne Frauen ein. Beschränkt es deine Freiheit?

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    1. @Stephan:
      "Ein Unternehmen stellt nur schöne Frauen ein. Beschränkt es deine Freiheit?"

      Natürlich nicht, da ich wunderschön bin! ;)

      Ernsthaft: Hängt von der Gesamtsituation ab. Sollte es nur dieses eine Unternehmen geben, dann schon. Bei der Existenz von zig tausend weiteren und der Möglichkeit, selbst eines zu Gründen überhaupt nicht.

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    2. Ernsthaft 1: Schön, dass du die erste Möglichkeit wahrgenommen hast.

      Ernsthaft 2: Nette Balance. So könnte man tatsächlich eine Lösung finden.

      Ernsthaft 3: Zur Reinheit der Theorie, Schönheit: Es gibt nur dich und eine weitere Person. Du möchtest mit ihm tanzen. Er verwehrt es dir. (Die naheliegende Möglichkeit dass er wahnsinnig ist beiseite.) Beschränkt er deine Freiheit?

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    3. @Stephan:
      "Zur Reinheit der Theorie, Schönheit: Es gibt nur dich und eine weitere Person. Du möchtest mit ihm tanzen. Er verwehrt es dir. (Die naheliegende Möglichkeit dass er wahnsinnig ist beiseite.) Beschränkt er deine Freiheit?"

      Ja, aber im richtigen Maße. Wie ich schrieb, so muss die Freiheit des einzelnen dort ihre Grenzen finden, wo die Freiheit des anderen beginnt. Wenn wir davon ausgehen, dass beide Personen in deinem Beispiel freie Menschen sind, so muss jeder die Möglichkeit haben, einen Tanz oder sonstiges abzulehnen.

      "Die naheliegende Möglichkeit dass er wahnsinnig ist beiseite."

      ;P

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    4. "Wenn wir davon ausgehen, dass beide Personen in deinem Beispiel freie Menschen sind, so muss jeder die Möglichkeit haben, einen Tanz oder sonstiges abzulehnen."

      Also auch wenn er der einzige existierende mögliche Tanzpartner ist?

      Ändert es etwas daran, wenn er kategorisch ablehnt mit dir zu tanzen, aber zustimmt mit Vielwenigaschöna zu tanzen? (Nur ihr drei existiert.)

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    5. "Also auch wenn er der einzige existierende mögliche Tanzpartner ist? "

      Ich sehe Personen und deren persönliche Freiheit anders als die Freiheit von Unternehmen.
      Außerdem, würde ein Zwang zu tanzen die Freiheit des anderen erheblich einschränken und das wichtigste an dem Grundsatz ist doch: Alle Menschen sollte die gleiche Freiheit genießen!

      "
      Ändert es etwas daran, wenn er kategorisch ablehnt mit dir zu tanzen, aber zustimmt mit Vielwenigaschöna zu tanzen? (Nur ihr drei existiert.)"

      Ich verstehe nicht ganz den Sinn dieser Frage. Wieso sollte das Einfluss haben?

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    6. "Ich verstehe nicht ganz den Sinn dieser Frage. Wieso sollte das Einfluss haben?"

      Bei der geht es um dein Verständnis von Gleichberechtigung. Wenn er alle (beide) Tanzpartner ablehnt könntest du das anders sehen, als wenn er nur einen (dich) ablehnt.

      "Ich sehe Personen und deren persönliche Freiheit anders als die Freiheit von Unternehmen."

      Wie erfasst du ein Unternehmen, was ist das für dich?

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    7. @Stephan:

      "Bei der geht es um dein Verständnis von Gleichberechtigung. Wenn er alle (beide) Tanzpartner ablehnt könntest du das anders sehen, als wenn er nur einen (dich) ablehnt."

      Gleichberechtigung muss gegenüber Staaten und Institutionen gewährleistet sein, aber doch nicht in persönlichen Beziehungen.
      Wenn ich mit Person X schlafe/tanze, muss ich noch lange nicht mit Person Y schlafen/tanzen etc. Und die Kriterien, wonach ich persönliche Beziehungen gestalte, entscheide alleine ich.
      Selbst wenn ich nur blonde Menschen in meinem Freundeskreis haben möchte, geht das niemanden etwas an.

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    8. Wenn es sich bei einem Unternehmen um einen Zusammenschluss von Personen handelt, also um persönliche Beziehungen, steht es dem Unternehmen frei, nur blonde Menschen in seinen Kreis aufzunehmen?

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    9. @Stephan:
      "Wenn es sich bei einem Unternehmen um einen Zusammenschluss von Personen handelt, also um persönliche Beziehungen, steht es dem Unternehmen frei, nur blonde Menschen in seinen Kreis aufzunehmen?"

      Ein Zusammenschluss, der rechtskräftig als Unternehmen fungiert, sollte nicht so handeln. Ob es dem Unternehmen freisteht, so zu handeln, ist von der jeweiligen Rechtslage abhängig.

      Einem Zusammenschluss von Personen, die eine Art Freundschaft haben, aber nicht in erster Linie geschäftliche Beziehungen, steht es selbstverständlich frei, nur blonde Menschen aufzunehmen.

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    10. "Ein Zusammenschluss, der rechtskräftig als Unternehmen fungiert, sollte nicht so handeln. Ob es dem Unternehmen freisteht, so zu handeln, ist von der jeweiligen Rechtslage abhängig."

      Welcher Art ist das "sollte [nicht]"? Was würdest du zu einem sagen, dass nach Humor, Schönheit, und Intelligenz diskriminiert?
      Warum trennst du (Freiheit) nach "Freunschaft" und "Geschäft"?

      Löse dich von der geltenden Rechtslage ("de lege lata"). Grundsätzlich ist frage ich nach dem was richtig ist, nicht nach dem was (gesetzlich) angeordnet ist.

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    11. "Welcher Art ist das "sollte [nicht]"?"

      moralischer Art

      "Was würdest du zu einem sagen, dass nach Humor, Schönheit, und Intelligenz diskriminiert?
      Warum trennst du (Freiheit) nach "Freunschaft" und "Geschäft"?"

      Ich trenne Freiheit nicht nach Freundschaft und Geschäft. Der Unterschied erfolgt nur, sollte es nur ein einziges Unternehmen geben (also lediglich ein unrealistisches Model)

      Bei der tatsächlichen Situation mehrerer Unternehmen, sollte jedes so handeln dürfen, wie es möchte.
      Ob die Diskriminierung nach den von dir genannten Kriterien Sinn macht, hängt auch davon ab, um welche Arbeitsstelle es sich handelt und ob evtl. einer dieser Punkte deshalb relevant ist.

      "Löse dich von der geltenden Rechtslage ("de lege lata"). Grundsätzlich ist frage ich nach dem was richtig ist, nicht nach dem was (gesetzlich) angeordnet ist."

      Aber das habe ich doch längst...

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    12. "Aber das habe ich doch längst..."

      Das klingt ziemlich anhänglich:

      "Ein Zusammenschluss, der rechtskräftig als Unternehmen fungiert, sollte nicht so handeln. Ob es dem Unternehmen freisteht, so zu handeln, ist von der jeweiligen Rechtslage abhängig."
      //

      "Der Unterschied erfolgt nur, sollte es nur ein einziges Unternehmen geben (also lediglich ein unrealistisches Model)"

      Die Richtung kann ich nachvollziehen. Das Wesen ist noch unklar. Es ergibt sich ein gewisser Pluralismus. Aber wie weit willst du den ziehen? Muss es "ein Unternehmen" für jeden geben, also einen Arbeitsplatz der seinen Wünschen entspricht, und so viele, dass alle gleichzeitig einen solchen Arbeitsplatz bekommen können?

      Wer soll entscheiden, ob Diskriminierung Sinn macht? Wenn ich es sehr ansprechend (und hervorragend für meine Gesundheit) finde, nur mit Frauen zu arbeiten, macht das Sinn? (Versuch ernsthaft zu bleiben. -- Okay, eine angemessene Zahl an Witzen geht in Ordnung.)

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