Freitag, 15. Juli 2016

Depression

Ich habe das Gefühl, ich hänge an einem Abhang. Mit aller Kraft versuche ich mich zu halten. Ich muss jetzt kämpfen, darf nicht abstürzen. Jeden Morgen muss ich kämpfen aufzustehen und zur Arbeit zu fahren, obwohl ich eigentlich mich unter die Decke verkriechen und nur weinen will.
 
Jede noch so kleine Kleinigkeit stört mich tierisch, regt mich auf und bringt mich zum Weinen. Andere Menschen können mich nicht verstehen. Soll mich doch nicht so anstellen. Andere schaffen das ja auch! Nein verdammt! Für andere Menschen ist die Situation eine komplett andere. Wenn ich traurig bin, dann will ich keine Vorwürfe, dann will ich keine Pseudoratschläge, die sowieso nichts bringen. Dann will ich einfach nur, dass jemand da ist, der mich in den Arm nimmt!
 
Ich weiß nicht, wie lange meine Kraft reicht, um weiterzukämpfen. Ich weiß, dass ich es schon einmal geschafft habe und ich will es wieder schaffen. Ich gebe nicht auf! Ich klammere mich an diesen Abgrund, ich werde nicht abstürzen.
Denn ich weiß, wenn ich nicht mehr kämpfe und loslassen muss, werde ich abstürzen, werde sterben.

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