Samstag, 5. September 2015

Flüchtlingskatastrophe

Zurzeit sind so viele Menschen auf der Flucht wie noch nie seit dem zweiten Weltkrieg. Tagtäglich kommen hunderte Flüchtlinge auf griechischen oder italienischen Inseln an.
Überall wird einem entgegengeschrien, man solle helfen oder Mitgefühl zeigen. Und auf gar keinen Fall darf man kritisieren, dann ist man ein Nazi und damit unfassbar böse!
Auf diese Weise ist eine differenzierte Betrachtung beinahe nicht mehr möglich. Trotzdem möchte ich es mal versuchen.
Natürlich sollte jedem Menschen, der mit dem Tod bedroht ist, egal ob durch Krieg oder sonst eine Verfolgung, geholfen werden. Aber was momentan in Europa abgeht hat damit nicht mehr viel zu tun.
Mal ein paar Überlegungen, die sich jeder, der bedingungslos alle Flüchtlinge unterstützen und ihnen helfen will:

-          Woher haben die Menschen so unfassbar viel Geld (teilweise mehrere Jahresgehälter), um Schlepperbanden zu bezahlen?

-          Warum muss ich mich nachts am Bahnhof von den meist afrikanischen Flüchtlingen anpöbeln lassen? Anstand hat nichts mit Herkunft zu tun und sollte daher auch für solche Menschen selbstverständlich sein.

-          Warum haben die wenigsten Flüchtlinge Papiere dabei. Diese würden bei berechtigter Flucht aus Syrien sogar eine Hilfe der Anerkennung sein…

-          Warum wollen alle bis nach Deutschland oder England und weigern sich in Ungarn, Italien oder Griechenland Asyl zu beantragen. Haben wir hier neuerdings einen Krieg, den ich noch nicht mitbekommen habe?

Das alles wirkt sich natürlich auch schädlich auf diejenigen aus, die tatsächlich die Hilfe brauchen und vor dem Krieg oder anderer Art von Verfolgung fliehen. Die Ressourcen sind faktisch begrenzt. Damit meine ich nicht unbedingt finanzielle oder materielle Mittel, sondern auch Menschen, die helfen und natürlich die Unterkünfte. Jeder Mensch, der unberechtigt Hilfe in Anspruch nimmt, schadet damit denjenigen, die diese Hilfe dringend benötigen!

Nebenbei bemerkt: Natürlich ist das europäische Asylrecht mit der Drittstaatenregelung beknackt und führt dazu, dass die gesamte Kraft von den Randländern aufgebracht werden muss. Aber wenn man es genau nimmt, haben vermutlich 90% der Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, kein Recht auf Asyl in Deutschland, da sie durch einen sicheren Drittstaat einreisen.

Interessant auch, wie versucht wird, Mitleid oder ein schlechtes Gewissen zu erzeugen, wie momentan beispielsweise mit dem Foto des toten Kindes am Strand. Kaum wird dazu gesagt, dass diese Familie bereits vor Jahren in die Türkei geflohen ist und dort ein sicheres Leben geführt hat. Dieses Kind ist also nicht gestorben, weil die Menschen in Europa so rücksichtslos sind, sondern weil die Familie bzw. die Eltern des Kindes so ignorant waren und ihre Leben auf Spiel setzten für erhofften finanziellen Wohlstand in Deutschland.

Insgesamt hoffe ich, dass in den meisten Ländern bald Asylanträge möglichst schnell bearbeitet werden und möglichst schnell alle unberechtigten Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückgeflogen werden. Erst wenn die Menschen dort sehen, dass Deutschland nicht das gelobte Land ist und sich eine Flucht nicht lohnt, sondern nur Gefahren birgt, werden die Flüchtlingsströme vielleicht aufhören und nur mehr Menschen aus ihrer Heimat fliehen, die tatsächlich bedroht sind. Und dann hoffe ich dass diese mit offenen Herzen empfangen werden und genug Ressourcen vorhanden sind, um sie zu versorgen und unterzubringen!

1 Kommentar:

  1. Ich denke, mit diesem Satz hast du Alles gesagt:

    " Jeder Mensch, der unberechtigt Hilfe in Anspruch nimmt, schadet damit denjenigen, die diese Hilfe dringend benötigen!"

    Ich möchte da gar nicht weiter ins Detail gehen, denn die aktuellen Zustände sind erschreckend genug. Aber eines zum Schluss:

    Danke für deinen nachdenklichen Artikel, Miria

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