Sonntag, 5. Juli 2015

Sexarbeit - Erlebnisgeschichte 1

Während meines Experiments Sexarbeit habe ich immer wieder die Treffen aufgeschrieben und werde diese nun ab und an hier im Blog veröffentlichen. Ich währe nicht, dass das die Normalität ist, aber es ist auf jeden Fall Realität in der Sexarbeit!  Viel Spaß beim Lesen des ersten Erlebnisses! 

"Ich biete dir 500 Euro für zwei Stunden!"
Ich muss diesen Satz, der Hauptbestandteil einer Nachricht war, die mich soeben erreichte gleich mehrmals lesen. Und trotzdem blieb ich misstrauisch. Das ist mehr als das doppelte, was ich normalerweise nehme...
Vor einer Woche hatte ich mich mit einem Mann zu einem netten Abend in einer Bar verabredet, mich allerdings verspätet und meine Nachrichten hatten ihn nicht rechtzeitig erreicht. Als ich dann am vereinbarten Treffpunkt angekommen war, war die Bar wegen Urlaub geschlossen und von besagtem Mann nichts mehr zu sehen. Vereinbart war ursprünglich der normale Satz von 200 Euro für den Abend.
Dieser Mann schreibt mir nun eine Woche später, dass es ihm leid tut, dass er sich nicht mehr gemeldet hat, aber er war einfach unsicher, da er sowas ja sonst nicht mache. Und er wollte mich doch treffen und macht mir besagtes Angebot.  Ebenso schickt er seine Nummer mit und ich solle mich doch telefonisch melden, um einen neuen Termin zu vereinbaren.

Erstmal bleibe ich skeptisch. Wieso ist jemand bereit so viel Geld dafür auszugeben? Oder handelt es sich vielleicht um eine Retourkutsche, da ich in lange warten ließ, und er würde diesmal einfach nicht erscheinen?

Egal, ich bin neugierig also rufe ich am Abend seine Nummer an. Die Stimme am Telefon ist sehr symphatisch. Wir verabreden uns für den nächsten Tag am Abend. Das Treffen soll diesmal auf einem großen Parkplatz stattfinden und von dort will er mit mir in ein Hotel fahren, wo wir die Zeit gemeinsam im Wellnessbereich verbringen würden.
Ich frage, was für ein Auto er fahre, um ihn früh erkennen zu können. Die erste Antwort ist  "ein großes schwarzes" und ich denke mir wiederum: der will mich doch verarschen. "Du musst schon etwas genauer werden, diese Beschreibung trifft auf ca. 90% der Autos zu!" entgegne ich.  Schließlich gibt er an, einen Porsche Panamera zu fahren. Ich muss zugeben, dass mich das etwas beruhigt und mein Misstrauen mindert. Wer ein solches Auto fährt, kann sich auch 500 Euro für ein paar schöne Stunden leisten.
Am Abend bin ich diesmal bereits eine Viertelstunde zuvor am Parkplatz und parke am Ende des Platzes, aber so, dass ich die Einfahrt gut im Blick habe.

Pünktlich zur vereinbarten Zeit fährt ein schwarzer Porsche Panamera auf den Parkplatz und parkt ziemlich mittig. Der Fahrer steigt aus und sieht sich um.
Er sieht durchschnittlich aus und ich schätze in so auf mitte dreißig.
Ich steige aus dem Auto und gehe zu ihm rüber.

Nach ca. zehn Minuten Fahrt fahren wir in die Tiefgarage eines Vier Sterne Hotels und gehen durch den Hintereingang in den Wellnessbereich. Inzwischen weiß ich, dass es sich hier um das eigene Hotel meines Begleiters handelt.

Nach ca. 2 Stunden  fahre ich um 500 Euro reicher wieder heim.

Viele fragen sich nun vermutlich, was ich für das Geld tun musste... tatsächlich nicht viel und nichts besonders Unangenehmes: wir haben ein wenig im Whirrpool gebadet uns nett unterhalten und auf einer großen Matratze bei bunten Lichtern (Lichtbad oder so ähnlich)  habe ich ihn mit dem Mund verwöhnt.
Ich werde den Abend nicht in schlechter Erinnerung behalten!


Kommentare:

  1. Hallo Miri, grade Deinen Link auf AE gelesen.

    Was mir auffällt, ist, daß der Mann Dir sympathischer/attraktiver erschien, als er sich als äußerst wohlhabend entpuppte. Was laut evolutionärer Theorie zu erwarten wäre.

    Würdest Du sagen, daß Du ihn "sexier" fandest, nachdem Du von seinem Wohlstand erfahren hattest?

    Du meintest anfangs, daß die Männer zwischen 25 und 45 waren. War es für Dich ein Problem, mit einem Mann zu schlafen, der bis zu 20 Jahre älter ist als Du? Oder konnte der Betreffende dies über seinen Status (Job, Besitz) ausgleichen? Es gibt ja immerhin einige Fälle, wo Frauen mit deutlich älteren Männern zusammen sind, wenn diese einiges Ansehen haben (Brangelina).

    Gruß
    Axel (AE)

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    1. @Axel:

      "Was mir auffällt, ist, daß der Mann Dir sympathischer/attraktiver erschien, als er sich als äußerst wohlhabend entpuppte."

      Ich glaube, du hast mich nicht richtig verstanden. Der Mann war nicht symphatischer als ich von seinem Wohlstand erfuhr, aber glaubhafter. Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass es sich bei einem solchen Angebot um einen Fake handelt.

      "Würdest Du sagen, daß Du ihn "sexier" fandest, nachdem Du von seinem Wohlstand erfahren hattest?"

      Nein, das spielt für mich keine Rolle! Ich fand ihn "sexier" als wir telefoniert haben, da er tatsächlich eine tolle Stimme hat.

      "War es für Dich ein Problem, mit einem Mann zu schlafen, der bis zu 20 Jahre älter ist als Du? Oder konnte der Betreffende dies über seinen Status (Job, Besitz) ausgleichen?"

      Weder noch. Ich hatte auch privat schon mal etwas mit einem 18 Jahre älteren, Alter spielt generell weniger eine Rolle als Charakter! Ich habe auch Freunde, die zwanzig Jahre älter oder zehn Jahre jünger sind...
      Aber ob mir wer gefällt oder nicht hat nichts mit finanziellem zu tun. Evtl. beeinflusst mich Status durch Selbstbewusstsein, aber Geld definitiv nicht!

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    2. "Ich glaube, du hast mich nicht richtig verstanden. Der Mann war nicht symphatischer als ich von seinem Wohlstand erfuhr, aber glaubhafter.....aber Geld definitiv nicht! "
      - Das klingt nach sozial erwünschter Darstellung. Glaub ich daher nicht.
      Der Abend war für Dich ja auch sehr angenehm, im privaten Wellness-Bereich. Dazu hat er sich mit Dir erst unterhalten, statt Dich gleich zu bespringen. Das ist genau das, was Frauen wollen: Komfort, Großzügigkeit, Gespräche....

      "Evtl. beeinflusst mich Status durch Selbstbewusstsein...Alter spielt generell weniger eine Rolle als Charakter!"
      - Das hingegen glaube ich.

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    3. @anonym:
      "Das klingt nach sozial erwünschter Darstellung. Glaub ich daher nicht."

      Das kann ich dir nicht übel nehmen, da die meisten Menschen tatsächlich viel Wert auf Geld legen - traurigerweise.
      Wenn du dich aber mal ein bisschen bei mir auf dem Blog umsiehst, wirst du feststellen, dass ich momentan eine Tischlerlehre mache, obwohl ich zuvor Wirtschaftsingenieurwesen studiert habe. Hätte Geld für mich eine große Bedeutung, hätte ich aktuell sicher einen anderen Beruf...

      "Dazu hat er sich mit Dir erst unterhalten, statt Dich gleich zu bespringen. Das ist genau das, was Frauen wollen: Komfort, Großzügigkeit, Gespräche...."

      Das ist genau das, was auch Männer wollen: angenehme Unterhaltung, die Illusion einer Freundin und nicht einer Gummipuppe.

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    4. "Hätte Geld für mich eine große Bedeutung, hätte ich aktuell sicher einen anderen Beruf... "
      - Es geht ja gar nicht darum, daß der Mann unbedingt viel Geld hat zum Verprassen. Es geht um Sicherheit, den mit dem Geld verbundenen Status und die Bereitschaft, die Ressourcen mit Dir zu teilen. Das zieht Frauen schon an, gib es zu.

      Stell Dir vor, ein Freier ist sichtbar arm und kann sich den Intimkontakt mit Dir grade so leisten...wäre das nicht furchtbar unatttraktiv?

      "Das ist genau das, was auch Männer wollen: angenehme Unterhaltung, die Illusion einer Freundin und nicht einer Gummipuppe."
      - Mh, bei einigen wie dem Hotelier höchstwahrscheinlich. Da er mittelmäßig aussah, war er aber wahrscheinlich keine Testosterongranate. Eine solche würde Dich recht unvermittelt rannehmen.

      Mal die Frage aufs Exempel: Stelle Dir vor, da käme ein großer, muskelbeladener Kerl mit kantigem Schädel und riesigem Unterkiefer (Testosterongranate), geht mir Dir ins Hotel, sagt nicht viel, zahlt, läßt die Hosen fallen und kommt sofort zur Sache. Wäre das nicht unangenehm für Dich oder sogar ein Grund, abzubrechen?

      Axel AE

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    5. @Axel:

      "Es geht um Sicherheit, den mit dem Geld verbundenen Status und die Bereitschaft, die Ressourcen mit Dir zu teilen. Das zieht Frauen schon an, gib es zu."

      Eine bestimmte Sorte Frauen vielleicht, mich nicht!

      "Stell Dir vor, ein Freier ist sichtbar arm und kann sich den Intimkontakt mit Dir grade so leisten...wäre das nicht furchtbar unatttraktiv?"

      Da gibt es ganz andere Faktoren, die jemanden attraktiv erscheinen lassen oder nicht. So lange er das vereinbarte zahlt, ist es gleich, ob er darüber hinaus kaum etwas hat oder gar Millionen auf dem Konto.
      Aber ich glaube nicht, dass jemand, der wirklich arm ist, Geld für Sex ausgibt...

      "Stelle Dir vor, da käme ein großer, muskelbeladener Kerl mit kantigem Schädel und riesigem Unterkiefer (Testosterongranate), geht mir Dir ins Hotel, sagt nicht viel, zahlt, läßt die Hosen fallen und kommt sofort zur Sache. Wäre das nicht unangenehm für Dich oder sogar ein Grund, abzubrechen?"

      Nein, warum sollte es? Im Gegenteil, wenn er recht attraktiv aussieht, hätte ich sicher meinen Spaß! Grund abzubrechen oder gar nicht erst anzufangen ist was ganz anderes.
      Ich biete schließlich nicht Sex ab und wenn einer dann genau das will, sage ich, ne du musst mich erstmal umwerben. Dann kann er ja gleich irgendwo eine Frau in einer Bar aufreißen gehen.
      Umfangreiche Gespräche oder sogar gemeinsames Essen finden meist auf Wunsch des Herrn statt. Dafür wird auch mehr gezahlt als nur für Sex.

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  2. "Eine bestimmte Sorte Frauen vielleicht, mich nicht!"
    - Natürlich.....

    "So lange er das vereinbarte zahlt, ist es gleich, ob er darüber hinaus kaum etwas hat "
    - Sagen wir, Du erfährst, daß er arbeitsloser Bauarbeiter ist und bei seinen Eltern wohnt. Na?

    "Umfangreiche Gespräche oder sogar gemeinsames Essen finden meist auf Wunsch des Herrn statt. Dafür wird auch mehr gezahlt als nur für Sex. "
    - Schau an. Wie viele wollten denn mit Dir plaudern oder futtern gehen? Mußtest Du auch in die Oper oder zum Konzert?

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    1. @Anonym
      Es scheint für Dich undenkbar zu sein, dass Männer das von sich aus wollen könnten. Lieber ziehst Du Mirias Erzählung in Zweifel als Deine eigenen negativen Männerbilder?

      Bist Du ein Mann?
      Du klingst zumindest ein bisschen in die Richtung.
      Wenn Du selbst Sexarbeit in Anspruch nimmst: müsstest Du nach dem, was Du schreibst einer von denen sein, die ausschließlich die schlichte rein-raus Nummer haben wollen. Damit bist Du allerdings auch eher nicht mehr im Preissegment von Miria.
      Oder Du gehst nicht zu Sexarbeitern - dann kannst Du allerdings sowieso nicht mitreden, oder?

      Gerade im höheren Preissegment wollen Männer dieses mehr - die Illusion einer gegenseitigen Beziehung für einen Abend.
      Das ist doch nicht erst eine Neuigkeit von Mirias Blog.

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  3. "So lange er das vereinbarte zahlt, ist es gleich, ob er darüber hinaus kaum etwas hat "
    - Sagen wir, Du erfährst, daß er arbeitsloser Bauarbeiter ist und bei seinen Eltern wohnt. Na?

    Was für eine albern moralisierende, hypothetisch Frage. als ob einem Pazifisten bei der Musterung die Frage gestellt wird, ob er seiner Freundin helfen würde, wenn er zufällig im Park eine Waffe findet, während sie vergewaltigt wird.

    beides ist offensichtlich recht unwahrscheinlich.

    Wenn du morgen auf dem Weg zur Arbeit zwei Kinder überfährst, hörst du dann auf Auto zu fahren?
    - Ja? Na dann kannst du es ja auch gleich lassen?
    - Nein? Was bist du für ein Arschloch, dass Kinder überfährt!

    Nur weil sicher auch für Miria irgendwo eine Grenze erreicht ist, wo sie es nicht mehr machen wird, heißt dass doch noch lange nicht, dass innerhalb dieser Grenzen nicht ein faires und für beide Seiten lohnendes "Geschäft" gemacht wird.
    Und selbst wenn sie einem arbeitslosen Bauarbeiter dann doch lieber nein sagt, weil sie der Meinung ist, dass er sein Geld lieber für Essen ausgeben soll, dann tut sie es ja nicht weil er plötzlich unattraktiv ist. Ich würde ihm dann schließlich auch keinen High-End-Pc zum Spielen verkaufen.

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