Sonntag, 8. März 2015

Gender bei "hart aber fair"

In der wöchentlichen Talk-Sendung "hart aber fair", lautete an letztem Montag das Thema "Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn".
Geladen war leider wenig Kompetenz und stattdessen viel Polemik. Gäste waren:  Anne Wizorek, die nicht viel mehr vorzuzeigen hat als "Bloggerin" als Berufsbezeichnung und die es dem Zufall zu verdanken hat, dass ihr Hashtag #Aufschrei ihr plötzlich zu medialer Aufmerksamkeit verhalf. Anton Hofreiter,  Fraktionschef der Grünen im Bundestag, der sich politisch eigentlich mehr auf Umwelt und Verkehr konzentriert hat als auf Geschlechterthemen.  Wolfgang Kubicki,  stellvertretender Vorsitzender der FDP und Fraktionschef im Landtag außerdem beruflich tätig als Strafverteidiger. Sophia Thomalla, Schauspielerin und qualifiziert für eine Teilnahme an der Talk - Runde durch ihre Eigenschaft als Frau.  Letzte in der Runde Birgit Kelle, die vermutlich in erster Linie gekommen ist, um ihr aktuelles Buch zu promoten (wie auch Anne Wizorek, was ich zuvor vergessen hatte zu erwähnen),  aber auch zumindest schon einmal mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
Diese geballte Kompetenz diskutierte nun über das Thema Gender, welches schon im Titelnamen der Sendung völlig einseitig tendenziös dargestellt wurde.
Und die Diskussion selbst war nicht besser.  Der vernünftigste Satz am diesem Abend kam meiner Erinnerung nach von Anton Hofreiter als dieser nachfragte, warum kein Experte zum Thema eingeladen wurde - wenigstens einer in der Runde hatte es gemerkt.
Es wurden dann über die meiste Zeit irgendwelche Strogpuppen (yeah, geschlechtsneutral, bei so einem Thema muss das mal ;))  wie röhrende Hirsche oder Unisextoiletten behandelt.  Am Rand ging es dann auch mal zum sexuelle Belästigung, wobei sich alle einig waren, dass diese nicht zu dulden ist, aber nicht über die Definition der sexuellen Belästigung.  Frau Thomalla ist der Meinung, dass Wizorek alles viel zu eng sieht und man sich als Frau doch über Komplimente freuen sollte statt diese zu verteufeln! Und in dem Fall gerne ich ihr eindeutig Recht.  Es ist schade, dass das Verhältnis zwischen Männern und Frauen immer mehr vergiftet wird durch solche "Skandale" wie damals mit Brüderle.
Aber auch Wizorek hätte eigentlich gutes und richtiges zu sagen, allerdings verspielt sie sich bei mir jede Chance darauf ernstgenommen zu werden, weil sie wie eine plärende dreijährige jedem zu jederzeit ins Wort gefallen ist.  Die einzig richtige Reaktion kommt nahe dem Ende der Sendung von Thomalla, als diese mit einem "pscht" und einer abwinkenden Handbewegung auf das Geplärre antwortet.

Anton Hofreiter versucht dem vermeintlichen Mainstream-Feminismus in den Arsch zu kriechen und ist dabei nicht einmal in der Lage "Sex" (biologisches Geschlecht)  und "Gender" (soziales Geschlecht) zu unterscheiden.  So weit hätte man sich im Vorfeld als Arschkriecher zumindest informieren können.  Sonst hätte er sicher nicht den Fehler gemacht, Gender-Professuren damit zu verteidigen, dass beispielsweise der Aufbau der Knie bei Männern und Frauen unterschiedlich ist und dies bei Prothesen wichtig ist.
Gender- Professuren hingegen sind dafür zuständig, die Studenten beispielsweise darüber aufzuklären, dass Frauen bei gleicher Arbeit 23% weniger verdienen und selbst wenn jemand auf die tatsächlichen Inhalte der Studie hinweist, auf ihrem Standpunkt zu verharren - selbst erlebt. Aber Sekundärliteratur scheint für "Genderforschung" wohl ausreichend zu sein...

Alles in allem konnte ich diese Sendung mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten: ein lachendes, weil das ganze Theater als solches (vielleicht Komödie) betrachtet ziemlich lustig war.  Und ein weinendes, weil zigtausende das ernst nehmen und denken, dort sitzen Leute,die Ahnung vom Thema haben.

Kommentare:

  1. Tja, so unterscheiden sich die Wahrnehmungen. Thomalla fiel in erster Linie weniger durch Argumente, als durch albernes Gekicher und abwertendes "Schwachsinn" auf und keiner wußte, warum sie eigentlich da war außer zu betonen, dass sie Brüste hat. Kelle widersprach sich selbst und Möchtegernmacho Kubicki meinte mit Bemerkungen zu Hofreiters Frisur witzig sein zu müssen.
    Wizorek dagegen fiel durch bemerkenswerte Ruhe und Sachlichkeit auf, egal, wie polemisch die 3 Kasper sich verhalten haben.

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    1. "Wizorek dagegen fiel durch bemerkenswerte Ruhe und Sachlichkeit auf"

      Wenn man "bemerkenswerte Ruhe" so definiert:

      - Niemanden ausreden lassen
      - Permanent dazwischzuquatschen
      - Auf Gegenargumente nicht einzugehen

      dann hast du sicherlich recht mit deiner abstrus anmutenden Wahrnehmung.

      Immerhin hat sie, das Wizorek, keinen #Aufkreisch veranstaltet, was möglicherweise als bemerkenswert ruhig herüber gekommen sein könnte.

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    2. Man kann es auch, abseits von deinem Feindbilddenken so definieren, dass sie auf ständiges unsachliches Geplapper seitens der 3 Kasper nicht in gleicher Weise reagiert, sondern ruhig geantwortet hat.

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    3. Ja ja, mein Feindbild. Hab' noch viel Spaß in bzw. mit deiner Blase und frage dich mal, warum dieser "3 Kasper" wesentlich mehr Applaus bekamen, als die beiden aus der Genderfraktion.

      Bei Wizorek war es zum Teil wind- und daher auch 'phonstill', wenn sie ihre hochwichtigen Statements in die Welt blies.

      Ein "Feindbild" sollte man auch mal justieren können. Miria scheint dies zu beherrschen, mir traust du es eh nicht zu - und selbst wirkst du festzementiert.

      Viel Spaß dabei noch.

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    4. "Ja ja, mein Feindbild."

      Ja. Was anderes kommt ja bei dir nicht.

      Ich bin in der Lage, Feindbilder zu relativieren, wenn man mir zeigt, dass das Gegenüber dazu in der Lage ist. Du bist es nicht. Tschüß

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    5. @onyx:

      Durch ernsthafte Argumente viel einfach keiner auf! Und wie ich bereits geschrieben habe, selbst wenn Wizorek was gutes gesagt hat, das Benehmen war alles andere als bemerkenswert Ruhig und das müsstest du eigentlich auch erkennen, wenn du die Sendung gesehen hast!

      Was die Kompetenz der Teilnehmer angeht, so sind Wizorek und Kelle wohl die einzigen, die sich zuvor zumindest etwas mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Auch wenn die dabei zu völlig unterschiedlichen Schlüssen kommen.

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    6. "Durch ernsthafte Argumente viel einfach keiner auf!"

      Das sehe ich definitiv anders.

      "selbst wenn Wizorek was gutes gesagt hat, das Benehmen war alles andere als bemerkenswert Ruhig"

      Weil sie widersprochen hat, oder warum? Es ist sicher nicht schlau, anderen ins Wort zu fallen, aber da hat sich keiner mit Ruhm bekleckert. Warum das jetzt nur Wizorek angelastet wird, ist mir nicht ganz klar. Außerdem ist es sicher schwierig, in einer solchen Runde, in der man zeitlich nur sehr begrenzte Möglichkeiten hat, seine Argumente darzulegen. Dass da einer dem anderen mal ins Wort fällt, ist wohl kaum zu vermeiden.

      "Was die Kompetenz der Teilnehmer angeht, so sind Wizorek und Kelle wohl die einzigen, die sich zuvor zumindest etwas mit dem Thema auseinandergesetzt haben."

      Das stimmt.

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    7. @onyx:

      "Das sehe ich definitiv anders."

      Gut, dann scheinen wir vermutlich nicht auf einen Nenner zu kommen.

      "Weil sie widersprochen hat, oder warum?"

      Du weißt selbst, dass das Quatsch ist und brauchst mir das so nicht unterstellen!
      Ich finde Diskussionen, in denen es nur eine Meinung gibt meist ziemlich sinnlos. Insofern ist Widerspruch in einer Diskussion nötig und wichtig. Aber es geht mir in dem Punkt einfach tatsächlich erstmal nicht darum, was sie gesagt hat, sondern wie. Und sie hau einfach nur jemanden ausreden lassen. Schon während der Sendung die ich direkt am Montag geschaut habe, hat mich das sehr aufgeregt. Und wären die anderen einander ebenso oft ins Wort gefallen, so wäre mir das sicher auch negativ aufgefallen. Schau dir einfach die Sendung mal am und führe eine Strichliste, wer wie oft unterbricht und du wirst merken, dass ich Recht habe. (also falls dir mal langweilig ist ;))


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    8. "Ich finde Diskussionen, in denen es nur eine Meinung gibt meist ziemlich sinnlos. Insofern ist Widerspruch in einer Diskussion nötig und wichtig. Aber es geht mir in dem Punkt einfach tatsächlich erstmal nicht darum, was sie gesagt hat, sondern wie."

      Miria, ich drücke dich mal - Der Punkt ist doch, was sie wie gesagt hat und vor allem: warum? Sie trompete permanent dazwischen, was andere Diskussionsteilnehmer nicht taten.

      Und sie scheint wohl allen Grund dafür zu haben: Studium vergeigt, Grimme-Preis One-Hit-Wonder und nachlassendes Interesse.

      Dennoch lässt man den (oder die) Kontrahänten ausreden. Absolut gesehen gebe ich dir recht, denn Kelle und oben genannte wirkten am besten vorbereitet.


      Der Hofreiter-Toni eher nicht, und Jachten-Kubicki auch nicht so unbedingt, Erfrischend fand ich allerdings Sophia Thomalla, selbst wenn ich ihre Mutter nicht so mag.

      *Pscht* ;-)

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    9. @emannzer:

      "Und sie scheint wohl allen Grund dafür zu haben: Studium vergeigt, Grimme-Preis One-Hit-Wonder und nachlassendes Interesse."

      Das widerum ist deine persönliche Vermutung, man könnte jetzt natürlich alles mögliche vermuten, aber es ist doch schlicht egal, warum sie sich daneben benommen hat. Wenn jemand ernsthaft daran interessiert ist, dass andere die Argumente hören, muss man einfach auch in der Lage sein, diese ruhig und sachlich vorzutragen.

      "Der Hofreiter-Toni eher nicht, und Jachten-Kubicki auch nicht so unbedingt, Erfrischend fand ich allerdings Sophia Thomalla, selbst wenn ich ihre Mutter nicht so mag."

      Auch Sophia Thomalla wirkte jetzt nicht irgendwie kompetent, was das Thema angeht und die einzige Qualifikation für die Sendung war wohl, dass sie eine Frau ist. Wobei ich das "Pscht " durchaus positiv bewerte und gedanklich mit "endlich, warum nicht schon vorhe!?" reagiert habe.

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  2. Die beiden einzigen, die inhaltlich etwas beizutragen hatten, waren Wizorek und Kelle, und da merkte man auch, dass sie sich mit dem Thema schon mal beschäftigt hatten. Kubickis Aussage zu Hofreiters "gendermäßigem Aussehen" war natürlich auf die Ähnlichkeit mit Conchita W. gemünzt, die sich frisurmäßig, abgesehen von der Haarfarbe, doch recht gleichen. Politisch inkorrekt, sachlich korrekt.

    Hofreiters medizinisches Kniebeispiel war dann doch recht peinlich. Völlig am Thema vorbei.

    Insgesamt war das aber doch recht enttäuschend und auch zu erwarten, wenn man die falschen Gäste einlädt. Letztlich also ein Versagen des Hart-aber-fair-Teams.

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    1. @Daniel:

      "Insgesamt war das aber doch recht enttäuschend und auch zu erwarten, wenn man die falschen Gäste einlädt. Letztlich also ein Versagen des Hart-aber-fair-Teams."

      Wer wäre denn deiner Meinung nach geeignet in einem solchen Format zu diesem Thema zu sprechen?

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    2. Hallo!

      Kelle und Wizorek war schon in Ordnung. Interessant wäre sicher der genderkritische PD Dr. André Meinunger ( http://www.zas.gwz-berlin.de/mitarbeiter_meinunger.html?&L=1 ). Bei den Genderisten ist es schwieriger, es gibt zwar jede Menge, aber die scheiner mir alle zu ideologisch. Vielleicht der allseits beliebte, anderen Meinungen gegenüber stets aufgeschlossene Sympathieträger Anatol S., was meinst Du?

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    3. Hallo,

      also ich denke, dass es gerade bei Politikern gut gewesen wäre, jemanden einzuladen, der sich politisch tatsächlich mit dem Thema auseinandergesetzt hat statt Hofreiter oder Kubicki. Ich habe jetzt keinen konkreten Namen, aber es dürfte eigentlich nicht so schwer sein, jemanden zu finden, der in entsprechenden Ausschüssen tätig ist oder an Gesetztesinitiativen beteiligt.

      Außerdem wie Hofreiter schon sagte, einen Gender-Professor, damit man mal genau ergehen kann, womit so jemand sich tatsächlich beschäftigt und was der aktuelle Forschungsstand ist.

      Weiterhin vielleicht eine Gleichstellungsbeauftragte, die durch Ihre Arbeit ebenfalls sicher kompetent ist.

      Ja, es hätte viele bessere Gäste gegeben, aber vermutlich war das gar nicht gewollt, schließlich handelt es sich um seichte Abendunterhaltung und nicht um eine wissenschaftliche Diskussion.

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  3. Hallo Miri Du Hübsche,

    huppsala, Dein Text ist ja erstaunlich ausgewogen und sogar zeitgeistkritisch!
    Daher nur ein paar Anmerkungen: Birgit Kelle ist DIE kritische Gender-Expertin in Deutschland. Daher war ihre Anwesenheit absolut gerechtfertigt. Da sie laufend in solchen Sendungen sitzt, kann man ihr nicht nachsagen, daß sie nur ihr Buch anpreisen wollte.

    Daß Genderklos und Ampelmädchen Strohmänner sind, kann man auch nicht behaupten, weil so ein Unsinn in den letzten Jahren am laufenden Band rausgehauen wurde. Für Steuergeld; teils erfunden von höchstwissenschaftlichen beamteten Professor*#_Innen.

    Daß Du Hofreiter als A..kriecher bezeichnest und die vergiftende Wirkung des "Skandals" um Brüderle benennst, finde ich sehr herllsichtig!

    Zu dem Gännda-Gäpp: 23% ist der UNBEREINIGTE Unterschied zwischen Männern und Frauen. 7% ist der tatsächliche (für gleiche Arbeit). Wobei ich auch ne Zahl von 2% kenne. Frauen verhandeln von Natur aus schlechter, weil sie sich nicht so machmäßig breit machen. Das kenne ich aus eigener Anschauung.

    Grüße,
    Axel von AE

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    1. @Axel:

      "Du Hübsche"

      Du sexistische Schwein, #Aufschrei
      Einen männlichen Autor hättest du sicher nie so auf das Äußerliche reduziert!

      "Daß Genderklos und Ampelmädchen Strohmänner sind, kann man auch nicht behaupten, weil so ein Unsinn in den letzten Jahren am laufenden Band rausgehauen wurde. Für Steuergeld; teils erfunden von höchstwissenschaftlichen beamteten."

      Es sind Kleinigkeiten, die von eigentlichen Problemen ablenken. Das mit den Kosten stimmt, das trifft aber auch noch auf so allerhand anderen Unsinn zu, der nichts mit Gender zu tun hat.

      Interessant und wesentlich weitreichender, d.h. es betrifft viel mehr Leite direkt, hätte ich Themen gefunden, wie die unterschiedliche Erziehung oder Behandlung von Jungen und Mädchen in der Schule einem bestimmten typischen Verhalten von Jungen und Mädchen entgegen wirken soll.
      Warum es Fördermaßnahmen oft nur für ein Geschlecht gibt und wie unterschiedlich mit Opfern von Gewalttäter umgegangen wird.
      Das sind nur ein paar Beispiele von vielen Themen, die eben einen Großteil der Menschen tatsächlich bewegen im Gegensatz zu Unisextoiletten und röhrenden Hirschen auf irgendwelchen Broschüren.

      Viele Grüße, Miria

      Ps. Achtung, es hat sich etwas Ironie versteckt ;)

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    2. Hallo Miri Du Hübsche,

      #Aufkreisch: Es interessiert mich ja auch nicht, wie ein Mann aussieht :-).

      "Es sind Kleinigkeiten, die von eigentlichen Problemen ablenken."
      - Mag sein. Vielleicht ist das ja sogar eine Taktik der Genderologen?
      Tatsächlich ist die mittlerweile extrem einseitige Mädchen- und Frauenförderung in der westlichen Welt ein gewichtiges Problem. Das gesellschaftliche Klima wird dadurch vergiftet. Viele Männer sind schon reichlich angefressen ob der radfeministischen Ansichten, die den Frauen zumindest an der Uni eingeredet werden.
      Daß diese gesellschaftliche Vergiftung durch verantwortungslose ideologische Journalisten und Politiker gefördert wird, indem der Mumpitz in Zeitungen hochgeschrieben und massenweise sinnlose Gleichstellungs- und Genderpöstchen mit öffentlichen Mitteln eingerichtet werden, tut ein übriges.

      Man kann also den kleinen Genderkram wie Unisexklos oder Hirschkuh-Broschüren nicht als gewöhnliche Schildbürgerstreiche inkompetenter Bürokraten abtun. Der kleine Genderkram ist Symptom eines größeren Programmes, das auf totalitären Umbau der Gesellschaft abzielt.

      Noch mal zu den Genderklos: Stell Dir vor, es gäbe ab sofort per Gesetz nur noch Unisex-Toiletten, überall. Willst Du neben Männern hocken? Wenn ja, glaub ich nicht.

      Grüße

      Axel AE

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    3. @Axel:

      "Der kleine Genderkram ist Symptom eines größeren Programmes, das auf totalitären Umbau der Gesellschaft abzielt."

      Der geheime Plan zur Weltherrschaft? ;)

      "Noch mal zu den Genderklos: Stell Dir vor, es gäbe ab sofort per Gesetz nur noch Unisex-Toiletten, überall. Willst Du neben Männern hocken? Wenn ja, glaub ich nicht."

      Warum ist das ein Problem? Ich habe ehrlich gesagt, getrennte Toiletten noch nie verstanden... (abgesehen von Pissoir, dass man auch in einer Kabine unterbringen könnte)

      Was würde dich daran stören, neben einer Frau zu sitzen?

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    4. @ hübsche Miri:

      "Der geheime Plan zur Weltherrschaft?" - Wenn Du es so ausdrücken willst. Sind totalitäre Bestrebungen Dir so fremd? Ein Blick ins Geschichtsbuch klärt Dich auf. Ein Wille zur Dominanz in der Gesellschaft ist unter radikalen Ideologen weit verbreitet. Sie können zwar glücklicherweise nicht; aber wollen wollen sie schon.

      "Ich habe ehrlich gesagt, getrennte Toiletten noch nie verstanden"
      - In der Kommune 1 in Berlin wurden die Klotüren ausgehängt; und es gab ein großes Schlafzimmer für alle. War kein Erfolgsmodell.
      Warum wohl? Aufgrund der spießigen Erziehung? Paßt bei Revoluzzern nicht ganz. Nein, das ist etwas Grundlegendes. Menschen wollen bei bestimmten Handlungen eine gewisse Privatsphäre.
      Daß das andere Geschlecht von Ausscheidungen was mitbekommt, ist bei den meisten Menschen unerwünscht. Wenn Du das anders siehst (was ich nicht glaube und Du wahrscheinlich selber nicht so richtig), ist das Deine Sicht. In einer Demokratie mit 99% Gegenstimmen aber irrelevant.

      Überhaupt: Genderklos, nur um einer Ideologie zu genügen? Ohne tatsächliche sachliche Beweggründe? Es hackt wohl.

      Axel AE

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  4. "Außerdem wie Hofreiter schon sagte, einen Gender-Professor, damit man mal genau ergehen kann, womit so jemand sich tatsächlich beschäftigt und was der aktuelle Forschungsstand ist."

    Ich bin promovierter Biologe und habe in meiner Doktorarbeit an der epigenetische Inaktivierung des X-Chromosoms geforscht. Zu dieser Zeit sind gerade die Sender-Studies wie Pilze aus dem Boden geschossen. Da das X-Chromosom ein Geschlechtschromosom ist, bin ich schon relativ früh mit Genderisten in Kontakt gekommen ohne genau zu wissen, was und wer die sind. Damals hauptsächlich mit Biologen, die zu Gender gewechselt sind. Seitdem lese ich Sender-Studies und bin erschrocken. Mittlerweile gibt es in jeder Wissenschaft "Genre-Studies". Oder anders gesagt drängt sich die Gendersichtweise in jede Wissenschaft. Zum Beispiel "Informatik unter genderspezifischer Sichtweise"
    Der Stand ist ziemlich genau "null". Die Arbeiten die ich kenne sind alle ziemlich dürftig. Der einzige Erkenntnisstand sind mittlerweile 6000 Geschlechter. Das ist kein Witz.

    "Sonst hätte er sicher nicht den Fehler gemacht, Gender-Professuren damit zu verteidigen, dass beispielsweise der Aufbau der Knie bei Männern und Frauen unterschiedlich ist und dies bei Prothesen wichtig ist."

    Genau das ist mir auch aufgefallen. Das ist nämlich nicht den Genderisten zu verdanken sondern der Schulmedizin. Ein Genderist hätte hier nämlich eine Unterdrückung der Frau durch das Patriarchat gesehen, weil ihr ein falsches Knie eingebaut wird um ihre Arbeitskraft herabzusetzen.

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