Samstag, 22. November 2014

Was ist mit meiner Moral?!

Nimmt man einer Frau etwas weg, wenn man eine Affäre mit ihrem Mann anfängt?
Normalerweise habe ich da eigentlich so meine Prinzipien: wenn ich die Frau oder Freundin mag, läuft nichts. Allerdings gibt es da jetzt ein ganz besonders hartnäckiges Exemplar und ich muss auch zugeben, dass ich ihn nicht unattraktiv finde.
Ich habe gesagt, da läuft nichts, weil ich seine Frau mag.  Da kam er mit dem Argument, dass seine Frau ja schließlich nicht weniger von ihm hat, wenn was zwischen uns laufen würde und ich ihr dadurch auch nichts wegnehme. Natürlich kann man jetzt sagen, dass da einfach nur ein blöder Spruch war, um mich rumzukriegen, aber ich mache mir doch tatsächlich Gedanken, ob da nicht vielleicht etwas dran ist.
Wenn ich eine Beziehung hätte, dann fände ich so ein Verhalten, unter aller Sau! Aber natürlich nur in dem Fall, wenn ich davon wüsste. Solange man nichts weiß und die Beziehung sonst in Ordnung ist, gibt es ja eigentlich kein wirkliches Problem - das gibt es erst, wenn etwas rauskommt. Oder versuche ich mir gerade selbst etwas einzureden, da ich den Typen scharf finde?
Und der Kerl ist schon verdammt dreist: wenn wir beispielsweise mit mehreren Freunden in einer Bar sind,  streichelt er unter dem Tisch meinen Oberschenkel,  obwohl seine Frau genau gegenüber sitzt!
Momentan hadere ich mit der Entscheidung, was ich tun soll...  Klar wäre eine Affäre irgendwie moralisch nicht in Ordnung, aber vielleicht schadet sie auch niemandem...

Kommentare:

  1. "Solange man nichts weiß und die Beziehung sonst in Ordnung ist, gibt es ja eigentlich kein wirkliches Problem - das gibt es erst, wenn etwas rauskommt."

    Wie kann eine Beziehung in Ordnung sein, wenn man nicht ehrlich zu einander ist? Wenn man aus welchen Gründen auch immer keine monogame Beziehung führen möchte, sollte man das vorher seinem/n Partner/n sagen - und zwar ALLEN Partnern und möglichst BEVOR man die Beziehung anfängt.
    Und wer garantiert dir, dass nichts rauskommen wird? Es ist der Beginn eines Versteckspiels, das Energien von dir und dem Typen fordert und wenn ihr es verliert, bricht für die Frau eine Welt zusammen.

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    1. "Wie kann eine Beziehung in Ordnung sein, wenn man nicht ehrlich zu einander ist?"

      Zumindest vordergründig ist alles in Ordnung. Und ist ein Verschweigen gleich immer Lügen?

      "Und wer garantiert dir, dass nichts rauskommen wird? Es ist der Beginn eines Versteckspiels, das Energien von dir und dem Typen fordert und wenn ihr es verliert, bricht für die Frau eine Welt zusammen."

      Genau das sehe ich auch als das größte Problem am der Sache...

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    2. Verschweigen ist nicht direkt Lügen, aber Ehrlichkeit ist es auch nicht. Mir fallen viele kleine alltägliche Beispiele ein, in denen man z.B. etwas gefragt wird und man dann rhetorisch so geschickt antwortet, dass man die Wahrheit verschweigt, aber auch keine Lüge ausspricht. Ehrlich war man dann trotzdem nicht.
      Nach allen Informationen, die mir vorliegen, würde ich sagen, dass die Beziehung nicht in Ordnung ist. Ich meine, er hat ja nicht nur den Wunsch, seine Frau zu betrügen, sondern er hat sogar schon Schritte unternommen, um diesen Wunsch zu erfüllen (dir davon erzählt, dich berührt).
      Letztlich ist es deine Entscheidung, und wenn es rauskommt, dann schießt die Frau diesen Typen hoffentlich in den Wind, aber dich vielleicht auch.
      Wenn ich mir vorstelle, mein Mann würde mit einer meiner Freundinnen eine Affäre anfangen - ich kann mir gar nicht ausmalen, wie maßlos enttäuscht ich von beiden wäre.

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    3. "Wenn ich mir vorstelle, mein Mann würde mit einer meiner Freundinnen eine Affäre anfangen - ich kann mir gar nicht ausmalen, wie maßlos enttäuscht ich von beiden wäre."

      Genauso sehe ich das normalerweise ja auch. Aber in erster Linie, weil ich sonst meist befürchte, da etwas kaputt zu machen. Diese Befürchtung habe ich diesmal komischerweise nicht...

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  2. Ich sag mal, mit einer Affäre macht man entweder mit einer kaputten Beziehung gar nichts oder der Typ merkt, dass ihm seine Frau doch lieber ist und damit eine kaputte Beziehung wieder heile. Ob das jetzt du bis oder eine andere kann dir egal sein; seine Frau wird das aber anders sehen. Dass Du da allerdings viel davon hast wage ich zu bezweifeln.

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    1. "Ich sag mal, mit einer Affäre macht man entweder mit einer kaputten Beziehung gar nichts oder der Typ merkt, dass ihm seine Frau doch lieber ist und damit eine kaputte Beziehung wieder heile."

      Die Frage ist, ob die Beziehung tatsächlich kaputt ist, da bin ich mir bei den beiden ehrlich nicht so sicher.
      Vor allem da es so ist, dass ich und seine Frau charakterlich beinahe y Zwillinge sein könnten. Der einzige Unterschied ist für ihn vermutlich, dass da Verhältnis mit mir neu und daher etwas aufregender wäre.

      Ich denke, dass eine Affäre (sollte diese tatsächlich zustande kommen) nach einiger Zeit sowieso beendet wird, da die Aufregung weg ist.

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    2. Ich sehe eine Beziehung nicht als "in Ordnung" an, wenn einer der Partner fremdgeht (in der Regel; es gibt Modelle, da sind alle damit einverstanden; aber so richtig glücklich?).

      Ich sehe auch kein positives Outcome für Dich. Best Case: Er verlässt sie und ihr habt eine Beziehung. Herzlichen Glückwunsch: Du hast einen Fremdgänger. Super Fang. Und nein, Menschen ändern sich nicht. Zumindest nicht so sehr. Und warum auch? Du zeigst ja von Anfang an, dass Du Fremdgehen ok findest.

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    3. "Best Case: Er verlässt sie und ihr habt eine Beziehung."

      Irgendwie passt das nicht zu dem, was ich vorher geschriebene habe...
      Ich will ja gar keine Beziehung mit dem Kerl, das ist denke ich von keinem von und beiden das Ziel!

      "Und nein, Menschen ändern sich nicht. Zumindest nicht so sehr."

      Das sehe ich unabhängig von besagtem Fall anders. Habe in der Vergangenheit schon erlebt, dass jemand häufiger seine Freundin betrogen hat, dies aber neu der neuen Freundin nie tun würde! Der Unterschied ist die Art bzw. Stärke der Liebe - mein Eindruck. Aber wie gesagt, dass jetzt nur allgemein.

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    4. Dann habe ich Dich wohl sehr falsch verstanden. Wenn Deine Frage "nur" war, ob es unmoralisch sei, hast Du meine Antwort ja schon: Nein, wieso denn auch.

      Mit dem "Ändern" - ja, kann man auch anders sehen. Ich würde auch einige Beispiele kennen, die Dir Recht geben, sowohl von Männern als auch von Frauen; ich glaub nur noch nicht so recht dran. Reden wir in 15 Jahren drüber, oder in 25. Als ich meine Frau kennenlernte, habe ich ihr erklärt, dass in meiner Familie alle geschieden sind und ich deswegen frühestens nach 10 Jahren heiraten werde, da nur eine Beziehung (meines Onkels dritte) wirklich hielt, und die erst nach 10 Jahren heirateten. Das war, wohlgemerkt, als ich 8 war. Jetzt bin ich 34, seit 7 Jahren verheiratet, und mein Onkel seit einem - mit der Vierten. Die sich übrigens hat scheiden lassen - mit fast 70. Da gibt's Geschichten aus den 60ern, sagte meine Oma, erzählte sie aber nicht.
      Ein Cousin hat sich nach 16 Jahren von seiner Freundin getrennt, weil er mal was neues wollte (kein weiterer Grund). Alle mochten die Freundin und keiner versteht das. Mei. Da wird man halt zynisch. Ein guter Freund, ein "Player", würde man heute sagen (2000 nicht; "betrogen" hat er auch nicht - er hat halt schnell "verlassen"), hat sich so "verändert", wie Du das beschreibst, aber das glaubt eigentlich keiner.

      Vor dem Hintergrund bin ich ja auch darauf gekommen, was Du denn davon hast - so mittelfristig. Was willst Du eigentlich? Du hast mal was geschrieben zu "20 Dinge über mich" - was hieltest Du von "20 Träume, die ich habe"? Oder einem?

      Versteh das nicht falsch, YOLO ist super, ich lebe das auch. Warum auch nicht. Ich kann das morgen auch noch - sehr wahrscheinlich. Meine Frage ging eher in der Richtung von "Du auch?". Ich hoffe, Du bist mir dafür nicht böse.

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    5. "Dann habe ich Dich wohl sehr falsch verstanden. Wenn Deine Frage "nur" war, ob es unmoralisch sei, hast Du meine Antwort ja schon: Nein, wieso denn auch."

      Richtig, das wusste ich ja schon vorher. Mir ging es mehr um die Überlegung, ob ich es trotzdem machen sollte oder nicht. Oft entstehen neue Ideen und Überlegungen bei mir aufgrund von Meinungen anderer und das kann mir helfen, Entscheidungen zu treffen.

      "Vor dem Hintergrund bin ich ja auch darauf gekommen, was Du denn davon hast - so mittelfristig. Was willst Du eigentlich? Du hast mal was geschrieben zu "20 Dinge über mich" - was hieltest Du von "20 Träume, die ich habe"? Oder einem?"

      Irgendwann will ich wohl auch den Richtigen finden. Denke aber nicht, dass jemand, den ich einer anderen Frau ausspanne jemals der Richtige sein könnte...
      Solange bis ich denjenigen nicht gefunden habe, möchte ich möglichst viel Spaß am Leben, denn ich weiß tatsächlich nicht, ob ich nicht schon morgen nicht mehr bin.

      "Versteh das nicht falsch, YOLO ist super, ich lebe das auch. Warum auch nicht. Ich kann das morgen auch noch - sehr wahrscheinlich. Meine Frage ging eher in der Richtung von "Du auch?"."

      Wie genau ist das gemeint?

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    6. Das ist sehr schwer "nett" zu formulieren... kurz wäre meine Meinung, dass Du vielleicht besser nach "dem Richtigen" suchen solltest, statt mit ganz offensichtlich Falschen zu vögeln. Ich formuliere das halt lieber als Frage, weil das echt Deine Sache ist und ich nicht Deine Oma bin.

      Ich bin ja nun eher konservativ, aber das heißt jetzt auch nicht, dass ich finde, eine Frau Mitte 20 sollte schön zuhause bleiben und zwei Kinder haben. Ich bin aber auch Realist und weiß, wie der Dating-Markt für Frauen über 30 aussieht. Der ist zwar nicht gänzlich furchtbar, aber momentan ist es sicher viel, viel einfacher. Von Deinen Bildern her bist Du echt sympathisch, hübsch und halt ein bisschen dick - aber da sollte das doch machbar sein, einen anständigen Mann zu finden. Ich würde mich ja anbieten, aber ich bin ein dickes, 10 Jahre älteres Arschloch und schon verheiratet.

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  3. Vergiß es. Du bist doch kein Stück Schokolade.

    Das ist schon auf- und anregend, wenn einen jemand toll findet. Die Frage ist aber auch, ob man denjenigen gut findet. Und einen Mann der eine andere Frau anmacht, während seine Frau gegenübersitzt - wie findest Du das? Unabhängig davon, daß Du das Objekt der Begierde bist, was sich halt toll anfühlt. Was will man mit so einem Typen anderes als gegenseitige Selbstbestätigung auf niedrigem Niveau, Egostreicheln, Aufregung und Sex?

    Er ist übrigens auch kein Stück Schokolade.

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    1. "Die Frage ist aber auch, ob man denjenigen gut findet. Und einen Mann der eine andere Frau anmacht, während seine Frau gegenübersitzt - wie findest Du das?"

      Ja, er ist ein Arschloch! Genau das habe ich ihm auch gesagt. Das ändert aber nichts daran, dass er ein verdammt sexy Arschloch ist. Und ich finde das Verhalten scheiße, weil aber auch keine Beziehung mit ihm.
      Leider benehmen sich die meisten Männer so.

      "Was will man mit so einem Typen anderes als gegenseitige Selbstbestätigung auf niedrigem Niveau, Egostreicheln, Aufregung und Sex?"

      Nix anderes. Ich weiß auch nicht, ob Egostreicheln und Selbstbestätigung da wirklich eine große Rolle spielen. Ich bin nur bewusst, da er am mir vermutlich das gleiche mag wie an seiner Frau und eigentlich geht es daher auch nur um Aufregung und Sex.
      Aber wäre das so schlimm?

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    2. "Leider benehmen sich die meisten Männer so."
      OHA! Meiner Erfahrung nach nehmen sich Männer und Frauen da überhaupt nichts. Und solche Verallgemeinerungen sind ein schöner Indiz für zugewiesene Geschlechterrollen.

      Ich selbst habe schon mit diversen unterschiedlich verpartnerten Frauen geschlafen.
      Einmal ist es rausgekommen, und hat die Beziehung sofort beendet, wobei sie eigentlich auch vorher schon völlig kaputt war.

      Aber in allen Fällen kannte ich den entsprechenden Partner bzw. die Partnerin nur flüchtig, oder die beiden haben bewusst eine offene Beziehung ausgelebt.

      Das Problem ist nämlich dass du den/die Partner/in sehr wohl belügst, bzw. ihr ganz bewusst etwas verschweigst. Und das ist respektlos ihr/ihm gegenüber. die reine Aktion, also Sex mit ihrem Freund zu haben, fände ich dagegen nicht so schlimm. Soweit ich weiß belebt das die sexuelle Beziehung der beiden eher.

      Letztendlich ist auch bei einer "entdeckung" der gefühlte Schaden für den entsprechenden Partner viel größer.

      Ansonsten solltet ihr verdammt vorsichtig sein, denn das Streicheln unterm Tisch ist oft viel auffälliger als man so denkt, und oft wissen eigentlich alle Anwesenden Bescheid, mit ausnahme des entsprechenden Partners. (was die Sache für denjenigen nur noch schlimmer macht)

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    3. "OHA! Meiner Erfahrung nach nehmen sich Männer und Frauen da überhaupt nichts. Und solche Verallgemeinerungen sind ein schöner Indiz für zugewiesene Geschlechterrollen."

      Du liest etwas in meiner Aussage, dass da gar nicht steht! Nirgendwo habe ich geschrieben, dass Frauen im Gegensatz zu Männern Engel sind! Auch da wusste ich einige Geschichten, dass war aber gerade giert nicht das Thema.

      "Das Problem ist nämlich dass du den/die Partner/in sehr wohl belügst, bzw. ihr ganz bewusst etwas verschweigst. Und das ist respektlos ihr/ihm gegenüber."

      Ja, da gebe ich dir Recht. Ich würde auf eine direkte Frage ihrerseits vermutlich sogar die Wahrheit aber solange das nicht kommt, ist es tatsächlich bewusstes Verschweigen. Natürlich habe ich mit der ganzen Sache ein moralisches Problem, sonst würde ich mir da nicht so viele Gedanken zu machen.

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    4. "Aber wäre das so schlimm? "

      Frag am besten seine Frau. Vielleicht gar in seiner Gegenwart. Das könnte ein ebensogroßer Spaß werden, wie der Sex mit ihm. Und die Freude wäre anhaltender.

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    5. "Frag am besten seine Frau. Vielleicht gar in seiner Gegenwart. Das könnte ein ebensogroßer Spaß werden, wie der Sex mit ihm. Und die Freude wäre anhaltender."

      Eine durchaus verlockende Idee :D

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  4. "Du liest etwas in meiner Aussage, dass da gar nicht steht! Nirgendwo habe ich geschrieben, dass Frauen im Gegensatz zu Männern Engel sind! Auch da wusste ich einige Geschichten, dass war aber gerade giert nicht das Thema. "

    Du hast Recht, mein Fehler, das steht da nicht. Habe ich falsch gelesen/interpretiert.
    Aber was du schreibst ist, dass sich die meisten Männer so benehmen. Und dem würde ich dann trotzdem widersprechen. Ich glaube, dass sich nur ein sehr kleienr Teil der Männer so benimmt. Diese Männer hinterlassen aber einen bleibenden Eindruck. Und logischerweise nicht nur bei einer sondern bei vielen Frauen.
    Und ich finde er ist ein richtiges Arschloch. Und zwar nicht weil er fremdgeht, sondern weil er es mit einer Bekannten seiner Frau macht, und dann auch noch halböffentlich.
    Wobei auch das Fremdgehen in meinen Augen blöd ist. In so einem Fall soll man doch eine offene Beziehung führen. Und wenn der/die Partner/in das nicht will, muss man sich halt trennen, oder hat Pech gehabt. Nichts destotrotz geht das nur die beiden etwas an. Und ist, zum. in meinen Augen, nicht dein Problem.

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    1. "Ich glaube, dass sich nur ein sehr kleienr Teil der Männer so benimmt."

      Das denke ich tatsächlich nicht. Vielleicht verstecken die meisten ihr Fremdgehen einfach nur gut. Ich gehe nicht davon aus, dass die Mehrheit der Männer so dreist ist wie da beschriebene Exemplar, aber schon, dass die Mehrheit fremdgeht.
      Mir fallen spontan ca. 15 Männer ein, die ihre Partnerin betrügen oder es in der Vergangenheit getan haben und nur 3-4 bei denen ich ziemlich sicher weiß, dass es nicht der Fall ist. Natürlich kann das auch immer an dem persönlichen Umfeld liegen, aber ich denke, dass das Verhältnis auf die Gesamtgesellschaft nicht groß anders aussieht.

      "Und ich finde er ist ein richtiges Arschloch. "

      Ja, finde ich auch.

      "Nichts destotrotz geht das nur die beiden etwas an. Und ist, zum. in meinen Augen, nicht dein Problem."

      Warum sollte es nicht mein Problem sein, wenn ich diejenige bin, die etwas mit ihm anfängt? Und außerdem würde ich sie ja auch hintergehen...

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    2. "Warum sollte es nicht mein Problem sein, wenn ich diejenige bin, die etwas mit ihm anfängt? Und außerdem würde ich sie ja auch hintergehen... "

      Mein Post war eigentlich. nicht auf deine spezielle Situation bezogen. Da hatte ich ja schon geschrieben, dass du da deine Bekannte/Freundin hintergehst.

      Ich meinte das bezogen auf allgemeines mit jemandem schlafen, der dabei fremdgeht.
      Ich schreibe das jetzt mal aus der "Ich schlafe mit jemandem der fremdgeht"-Position, sonst krieg ich mit Gendern und Partner-Bezeichnungen ein Problem.

      Ich finde dass da die Fremdgeherin was falsch macht und ihre Beziehung schädigt. (bzw. ihren Partner verletzt) wenn es rauskommt. Es geht dabei ja eigtl. darum, was SIE tut oder zulässt, und nicht darum was ich mache.

      Schließlich hat ihr Partner sicher kein Problem damit, wenn ich mit irgendjemandem schlafe.
      Ich spiele also nur insofern eine Rolle, dass ich halt die Verletzung durch ihren Partner nicht ablehne.
      Und eigentlich ist meiner Erfahrung nach auch der Akt an sich nicht ausschlaggebend, sondern schon alleine der Punkt, dass Sie das gerne möchte und nicht verhindert.
      Das wäre aber genauso gewesen, wenn Sie es nicht, oder mit jemand anderem getan hätte. Ich spiele dabei im Prinzip keine echte Rolle.

      Dazu kommt bei mir noch der Punkt, dass ich dieses Vereinnahmen meines Partners nur für meine Wünsche nicht wirklich verstehe. (Ich kann es durchaus nachvollziehen, aber sehe es einfach komplett anders.)
      Sollte man in einer Beziehung nicht alles dafür tun, dass der Partner glücklich ist? Meine Beziehung wird doch nicht schlechter dadurch, dass meine Freundin ab und an Spass mit jemand anderem hat (egal ob sexuell oder platonisch). Ich verbiete ihr ja auch nicht sich mit anderen Männern zu unterhalten oder mit Freunden zu lachen. Und meiner erfahrung nach führt Sex mit anderen zu besserem und häufigerem Sex innerhalb der Beziehung. Ich wäre höchstens sauer, wenn ich dadurch vernachlässigt würde, oder wenn man mich belügt.

      Aber wie gesagt, dass soll jedes Pärchen für sich klären. Nur bin ich nicht verantwortlich, wenn sich dann einer nicht dran hält.

      Zu deiner Aussage mit den fremdgehenden Männern:

      http://www.glamour.de/liebe/beziehung/fremdgehen-der-seitensprungreport

      "55 Prozent der befragten Frauen und 49 Prozent der Männer gaben an, das erste Mal untreu gewesen zu sein."

      In wie weit das eine aussagekräftige Studie ist.. keine Ahnung. Ich hab eben einfach nur mal kurz google angeschmissen und das erste genommen, was ich finden konnte.

      Nach dieser Studie sind aber definitiv nicht die meisten Männer schon mal fremdgegangen, sondern ca. die Hälfte. Und man müsste hier genau hinschauen, in wie fern fremdgehen zb eigentlich nur gemacht wurde, weil man die Beziehung eigentlich schon abgehakt ha, oder in wie weit Männer dabei waren, die überhaupt noch nie eine Beziehung hatten und ob offene Beziehungen mitzählen usw.

      Ich kann dir jedenfallls sagen, dass ich noch nie außerhalb einer offenen Beziehung "fremdgegangen" bin, allerdings auch noch nie eine wirklich lange "nicht-offene" Beziehung hatte.
      Außerdem "weiß" ich von vielen Männern in meinem Bekanntenkreis, dass sie angeblich nie fremdgegangen sind. Wobei es da halt bei einem "angeblich" bleibt. Und sich die Wahrscheinlichkeit jemals fremdgegangen zu sein logischerweise mit zunehmendem Alter ehöht und mein Bekanntenkreis nunmal zu großen Teilen um die 30 Jahre alt ist.

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