Sonntag, 8. Juni 2014

Angstfrei

Ich habe schon häufiger - gestern erst wieder - gehört, ich sei mutig. Aber das sehe ich anders: Ich bin nicht mutig, ich habe nur keine Angst. Also ich weiß noch wie sich Angst anfühlt, aber das ist schon etwas länger her. Mit Angst meine ich jetzt auch nicht irgendeine aufsteigende Nervosität vor wichtigen Gesprächen, sondern wirkliche Ängste. Wie beispielsweise die Angst davor, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden oder die Angst vor Tod und Krankheit, Verletzungen.
Mut ist nach meinen Verständnis nun das Überwinden dieser Ängste, wie Nachts alleine im Park umhergehen, obwohl man Angst hat, überfallen zu werden. Ich hingegen bin oft mal nachts alleine unterwegs, aber habe keine Angst vor irgendetwas, daher denke ich auch nicht, dass das in dem Moment Mut ist. Allerdings sieht es wohl für Außenstehende so aus.
Ich weiß auch nicht, woher das kommt, dass ich keine Angst habe und ob das immer so gut ist bezweifle ich auch. Denn Angst erfüllt ja den Zweck uns zu schützen, quasi zu warnen vor bestimmten Situationen. Und diese Warnungen fehlen mir momentan. Allerdings geht es mir so sehr gut, ich empfinde völlige Freiheit, Dinge zu tun. Und passiert ist mir seit ich keine Angst habe jetzt auch nicht mehr als vorher. Vielleicht habe ich einfach Glück oder aber die Welt ist gar nicht so schrecklich gefährlich wie sie für viele andere erscheint.

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