Mittwoch, 28. Mai 2014

Diskriminierung auf dem Fußballplatz




Dieser Artikel erschien vor kurzem in einer regionalen Tageszeitung. Ein Schiedsrichter hat den Spielern rote Karten gegeben, weil sie nicht mit ihm italienisch sprechen wollten. Damit hat er im Sport seine "Macht" genutzt und das Spiel aus diskriminierenden Gründen falsch entschieden. Da es sich dabei nicht um ein wichtiges Spiel einer hohen Kategorie gehandelt hat, ist er vermutlich davon ausgegangen, dass man nicht so genau hinsieht.
Ein italienischer Schiedsrichter, der ein Spiel in Südtirol pfeift, sollte auf jeden Fall in der Lage sein, die deutsche Sprache zu sprechen! Vermutlich konnte er das auch, wollte allerdings die deutschsprachigen Spieler bewusst diskriminieren.
Obwohl Italiener und Südtiroler heute friedlich miteinander leben, gibt es leider immernoch solche rassistischen Vorfälle.

Schade finde ich mitunter auch die Diskussionen, die zu dem Thema auf Facebook entstanden sind. Dort hat jemand den Artikel online gestellt und bereits nach kurzer Zeit gab es einige Kommentare. Leider waren haufenweise Leute darunter, die die Meinung vertraten: "Wer in Italien ist, muss italienisch sprechen". Ich glaube, dass diese Leute gar nicht über die spezielle Situation in Südtirol Bescheid wissen. Dass diese Leute keine Ahnung haben, dass man hier genauso deutsch wie italienisch spricht.
Viele Südtiroler können kaum italienisch, obwohl das in der Schule gelernt wurde. Aber mal ehrlich, wie viele Deutsche können tatsächlich noch gut englisch, wenn sie es nie nach der Schulzeit anwenden.

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