Samstag, 31. Mai 2014

Die verdamme Liebe


Es ist als wäre die vergangene Nacht weit weg. Aber noch heute Morgen saßen wir zusammen am Frühstükstisch und ich habe lecker Semmeln mit Spiegelei genossen. Eigentlich dachte ich immer, ich mag kein Spiegelei, aber wenn er Spiegelei macht ist das einfach unglaublich lecker. Ich liebe sein Spiegelei. Und ich liebe ihn.
Vielleicht war es genau deshalb ein Fehler, bei ihm zu übernachten. Aber ich kann mir einfach keinen schöneren Ort zum schlafen vorstellen als in seinem
Bett, in seinen Armen. Trotzdem ist es jetzt, obwohl letzte Nacht, gefühlt weit weg als wäre es letztes Jahr gewesen. Irgendwie macht mich die Situation wieder traurig, weil ich weiß, da wird nie mehr sein. Er liebt mich nicht.
Klar denkt man als Außenstehender jetzt vermutlich, dass es dumm war bei ihm zu schlafen, dass ich mich damit selbst quäle und vielleicht trifft das sogar zu, aber ich kann nicht anders. Und wahrscheinlich würde ich das wieder machen, wahrscheinlich werde ich das wieder machen. Lieber diese paar schönen Tage oder Nächte, als sich aus dem Weg zu gehen. Lieber Stunden genießen als versuchen zu vergessen.
Nur mit der Liebe, da muss ich klar kommen. Das ist eben mein Problem. Normalerweise sage ich immer, man soll die Hoffnung nicht aufgeben, aber in diesem Fall wäre es wohl besser.
Wenn die Liebe verschwindet, wäre ich jetzt vermutlich nicht so traurig und wir könnten einfach normale Freunde sein. Am liebsten würde ich auch heute wieder bei im schlafen, aber jetzt sitze ich am Bahnhof und warte auf den Zug nach Hause.

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