Sonntag, 27. Oktober 2013

Objektifizierung

Objektifizierung steht entgegen der Wahrnehmung anderer als Individuen mit komplexen Persönlichkeiten und eigenen Wünschen und Plänen.
(Zitat von feminismus101)

Fast überall wird eine Objektifizierung als negativ betrachtet. Speziell die Objektifizierung von Menschen in der Werbung wird immer wieder angeprangert. Aber aufgrund der oben angegebenen Definition (die ich im Übrigen für ziemlich treffend und gut halte und daher hier zugrunde lege) sehe ich nichts Falsches an der Objektifizierung an sich. Es gibt vielleicht Situationen, in denen eine Objektifizierung falsch ist, darauf werde ich weiter unten noch eingehen.

Täglich betreiben wir doch auch selbst Objektifizierung von anderen. Wenn ich beim Einkauf die Hilfe einer Verkäuferin benötige, dann interessiert mich auch nicht, ob sie vielleicht gerade irgendwelche persönlichen Probleme, Wünsche oder ähnliches hat, sondern nur ihr Funktion als Verkäuferin. Insofern objektifiziere ich sie hier.
In vielen Situationen ist uns nicht das Gegenüber als Person wichtig, sondern nur die Funktion, die die entsprechende Person erfüllt. Egal, ob als Verkäufer, Mechaniker oder Koch, sie alle haben natürlich ein komplexe Persönlichkeit. Ich denke aber, es ist nicht verwerflich, wenn mich diese Persönlichkeit nicht bei jedem interessiert!

Ein spezieller Fall, der gerade im Feminismus immer angesprochen wird ist die sexuelle Objektifizierung (wiederum ein Zitat von feminismus101):

Sexuelle Anziehung ist nicht das gleiche wie sexuelle Objektifizierung: Objektifizierung tritt nur auf, wenn die Individualität der begehrten Person nicht anerkannt wird. Pornographie, Prostitution, sexuelle Belästigung und die Darstellung von Frauen in Massenmedien und Kunst sind Beispiele für sexuelle Objektifizierung.

Ist das jetzt wiederum negativ? Wenn ich einen Porno sehe, geht es dabei doch auch nur um den Akt, um die Erregung beim Zuschauer. Denkt ein Pornodarsteller in diesen Filmen wirklich, dass ihre persönlichen Wünsche beim Zuschauer von Interesse sind? Haben diese Darsteller überhaupt selbst ein Interesse daran, dass die Zuschauer sich für ihre Persönlichkeit interessieren - ich habe da so meine Zweifel. Am Set sind sie das vermutlich teilweise schon und jeder Darsteller hat seine eigenen Grenzen, das ist eine ganz andere Sache. Aber als Zuschauer möchte ich mir dazu keine Gedanken machen, das würde auch nur den Sinn des Filmes zerstören. Also sexuelle Objektifizierung auf jeden Fall gegeben, aber ist diese negativ?

Bei der Prostitution gibt es sowohl das eine so wie auch das andere. Es gibt durchaus Kunden, die auch an der Person der Prostituierten interessiert sind und gerade Stammkunden bauen aus ihrer Sicht gerne eine Art freundschaftliches Verhältnis auf, obwohl auf beiden Seiten klar ist, dass es sich um ein Geschäftsverhältnis handelt. Andere wiederum sind vielleicht nur am Akt selbst interessiert - sexuelle Objektifizierung. Aber warum ist das jetzt so viel schlimmer als wenn ich die Verkäuferin objektifiziere, es geht in beiden Fällen um ein Geschäftsverhältnis.

Sexuelle Belästigung halte ich in vielen Fällen nicht für eine Objektifizierung. Den Belästigern geht es doch häufig eben darum, die andere Person klein zuhalten und sich einen Spaß auf ihre Kosten zu ermöglichen. Es soll dem Gegenüber schlecht gehen. Dies zielt aber eben genau auf die Persönlichkeit der Person und es geht nicht mehr um den Körper als sexuelles Objekt der Begierde. Und was die Massenmedien und Kunst angeht, da hängt es doch wohl sehr vom Einzelfall ab.


Sexuelle Objektifizierung in der Werbung
Wahrscheinlich das strittigste Thema, wenn es um Objektifizierung geht. Auf Werbeplakaten und in Werbeanzeigen werden teilweise sexuell aufreizende Frauen, die nicht im eindeutigen Zusammenhang mit dem Produkt stehen (es geht hier also nicht um Dessouswerbung mit Frauen in Unterwäsche), abgebildet, um Aufmerksamkeit zu erregen und speziell männliches Publikum zum Kauf anzuregen.
Zum einen werden in der Werbung natürlich alle Personen, die irgendwie abgebildet werden objektifiziert, denn es geht nie um die Persönlichkeit, sondern immer nur einen bestimmten Aspekt, der mehr oder weniger zum angepriesenen Produkt passt.
Wenn jetzt aber völlig unabhängig vom Produkt beispielsweise ein Auto mit einer halbnackten aufreizend gekleideten Frau beworben wird handelt es sich eindeutig um sexuelle Objektifizierung. Und hier ist das einzige Thema, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob die Objektifizierung nicht doch negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat. Natürlich möchte ich keiner Frau absprechen, sich irgendwie aufreizend in der Öffentlichkeit und auch auf Werbeplakaten zu präsentieren, aber die Frage stellt sich, wie das bei anderen - besonders Kindern und Jugendlichen - wirkt.
Wenn eine solche sexuelle Objektifizierung häufiger in der Werbung stattfindet und Kinder quasi damit aufwachsen, dann könnte ihnen dadurch vermittelt werden, dass es normal ist, Frauen nur als Objekte zu betrachten und nicht als ein gleichwertiges Gegenüber.
Andererseits sollten die meisten Menschen - egal welchen Alters - in ihrem Leben genug mit anderen Menschen zu tun haben, dass sie nicht unbedingt ein Klischee, welches in der Werbung (relativ selten momentan) vorkommt als eigene Ansicht übernehmen. Also ob hier wirklich ein Problem vorliegt bin ich mir nicht sicher.
Weiterhin ist eine solche Art der Werbung natürlich sexistisch gegenüber Männern und Frauen, indem sie einerseits Frauen als sexuelles Objekt anpreist und andererseits Männern unterstellt, triebgesteuert zu handeln.


Unterschied zwischen sexueller Objektifizierung und sexueller Anziehung
Im Zitat oben wird betont, dass es sich nicht um das selber handelt und auch dem stimme ich zu. Sexuelle Anziehung kann viele Gründe haben, beispielsweise auch eine tolle Persönlichkeit. Ich selbst merke häufig, dass gerade Menschen, die ich besser kennen lerne und die ich sehr, sehr gerne mag, für mich persönlich auch häufig optisch an Anziehung gewinnen, was aber meiner Meinung nach in der Persönlichkeit begründet liegt. Allerdings denke ich, dass sexuelle Anziehung beispielsweise eine Grundlage für folgende sexuelle Objektifizierung sein kann. Sexuelle Objektifizierung im persönlichen Umgang.
Ein Sexualobjekt, ein Objekt der sexuellen Begierde ist doch der Sexualpartner im entsprechenden Moment auch. Im Bett (oder wo auch immer) denke ich nicht über irgendwelche komplexen Persönlichkeitsstrukturen oder den tollen Charakter meines Gegenüber nach, sondern bin sexuell interessiert, betrachte die andere Person als Sexualobjekt.
Es geht um Sex, um Körper, um Spannung und manchmal um Liebe und um Macht - aber niemals darum, mich einer tollen Persönlichkeit zu erfreuen. Manchmal hilft natürlich eine tolle Persönlichkeit dabei, so weit zu kommen, manchmal auch Geld oder die Lust alleine. Sexualobjekt sein und andere als Sexualobjekt zu betrachten ist doch ganz wunderbar!

Kommentare:

  1. [..] Weiterhin ist eine solche Art der Werbung
    [..] natürlich sexistisch gegenüber Männern und Frauen

    auf den punkt gebracht, für dumm und instinktgesteuert werden nämlich beide seiten verkauft. dem rest kann ich auch nur zustimme. nüchtern betrachtet sind die dinge im wesentlichen so, wie du sie beschreibst ...

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  2. Stephan Fleischhauer3. November 2013 um 09:10

    Ich verstehe nicht, warum du versuchst, den Begriff zu retten. Niemand wird wirklich zu einem Objekt gemacht, es geht immer noch um Menschen, auch wenn sie auf bestimmte (kritisierbare) Rollen verengt werden.

    Zur sexuellen "Objektifizierung": Wäre denn der täuschend echte, perfekt aussehende Roboter ein Ersatz für echte Menschen? Liegt ein Teil der sexuellen Erregung und Spannung nicht auch darin, dass man darauf angewiesen ist, wie man auf den andern wirkt, ob auch die andere Person emotional mitgeht, ebenfalls erregt ist? Das scheint mir auch im Porno ein wichtiges Moment zu sein (wobei es natürlich auch schlechten Porno gibt, der da seine Defizite hat, der vermutlich auch weniger erfolgreich ist).

    Aber Objektifizierung ist natürlich ein schöner Kampfbegriff, es geht ja um politische Agitation.

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    1. "Ich verstehe nicht, warum du versuchst, den Begriff zu retten. Niemand wird wirklich zu einem Objekt gemacht, es geht immer noch um Menschen, auch wenn sie auf bestimmte (kritisierbare) Rollen verengt werden."

      Aber natürlich geht es dabei um die Verengung auf Rollen. Genauso sieht ja die Definition für das Wort "Objektifizierung" aus.
      Mir geht es nicht darum, irgendeinen Begriff zu retten. Sondern ich kritisiere die häufig sofort negative Konnotation mit diesem Begriff. Im Prinzip ist es mir egal, wie man das Phänomen nun nennt, aber dieser Begriff ist nunmal der häufig in Diskussionen gebrauchte.

      Zur sexuellen Objektifizierung: Ich denke nicht, dass ein Roboter einen guten Ersatz darstellt. Aber einen gewisen Ersatz immerhin schon, sonst gäbe es nicht Millionne Umsätze mit Vibratoren oder Gummipuppen (und das sind nicht mal gute Immitationen eines Menschen).
      Was den Porno angeht, so machen wir als Zuschauer die Darsteller natürlich nur zu unseren Objekten, es ist uns schlicht egal, ob die Erregung echt oder gespielt ist. Es geht eben dabei nur um uns.

      "Aber Objektifizierung ist natürlich ein schöner Kampfbegriff, es geht ja um politische Agitation."

      Ich habe ja gerade versucht den Begriff Obektifizierung hier nicht als politischen Kampfbegriff, sondern als ein neutrales Wort zu verwenden, welches sachlich bestimmte Handlungen bzw. Situationen beschreibt.

      Im Übrigen würde ich in vielen anderen Bereichen Roboter durchaus als einen Ersatz für echte Menschen sehen. Gerade an Supermarktkassen wird dies teilweise schon so gehandhabt, dass die Käufer ihrer Ware mit Hilfe von "Selbstbedienungskassen" bezahlen können und so die Kassierer ersetzt werden.

      Viele Grüße,
      Miria

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    2. Stephan Fleischhauer3. November 2013 um 14:36

      Der Begriff Objektifizierung drückt aus, dass aus einem Menschen eine Sache wird. Das ist nochmal was anderes als eine Rollenzuweisung. Deshalb würde ich mich gegen den Begriff Objektifiziereng wehren. Eben ein reiner Kampfbegriff, ähnlich wie Rape Culture, das ist so hirnlos übersteigert, dass man keinen wahren Kern mehr findet. Ich bin ja sonst nicht gegen eine prägnante Ausdrucksweise, aber eine gewisse Verhältnismäßigkeit sollte schon gewahrt werden. Es kann meines Erachtens nicht gelingen, dem Begriff eine neutrale oder gar positive Konnotation zu verleihen.

      Was Roboter angeht: sie können alles möglichen menschlichen Tätigkeiten ersetzen, aber gerade im sexuellen Bereich gibt es doch auch das "kribbelnde" Gefühl, von einem anderen Menschen wahrgenommen zu werden - das wird bei einem Roboter wohl eher nicht aufkommen.

      Ich halte das auch im Porno nicht für nebensächlich. Es wird ja nicht nur auf Geschlechtsteile fokussiert, es gibt auch gefilmte Gesichter, aufgenommene Stimmen, rudimentäre Handlungen, "Vorstellungsgespräche". Kommt aufs Genre an, aber ich denke schon, dass die meisten Konsumenten die Illusion von echten Menschen (mit Gefühlen) haben möchte. Selbst diese Szenen, die gern als "reines Gerammel" bezeichnet werden, würde ich nicht als objektifizierend sehen, sondern eher als eine Art Rausch oder Ektase.

      Gummipuppen würde ich eher als Scherzartikel betrachten, ich glaube nicht, dass sie verbreitet sind. Vibratoren sind eher technische Hilfsmittel für eine Stimulation, die mit der Hand so nicht möglich ist. In sexuellen Phantasien dürften diese Geräte kaum eine Rolle spielen, rein äußerlich geben sie da wohl auch wenig her.

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  3. "Wenn ich einen Porno sehe, geht es dabei doch auch nur um den Akt, um die Erregung beim Zuschauer."

    An der Stelle mußte ich unwillkürlich an das kulturell hochgeschätzte Ballett oder die massentaugliche Variante Eiskunstlauf denken. Der Körper als Gesamtkunstwerk bzw. diesmal als ästhetisches Objekt - aber eben doch Objekt, denn auch hier interessiert sich niemand für die inneren Werte der Person und auch darüber, daß sie sich die Knochen ruiniert, wird großzügig hinweggesehen. Ästhetik und sexuelle Attraktivität scheinen kaum trennbar zu ein.

    Die übewiegend weiblichen Tänzer scheinen aber gar nicht unter ihrer Objektifizierung zu leiden, im Gegenteil, die Bewunderung und der Applaus stärken das Ego (es besteht regelrecht Suchtgefahr). Dieses Beispiel zeigt in meinem Augen folgendes: Objektifizierung ist zunächst völlig wertneutral, dahin argumentiert ja auch Dein Post. Ob sie sich bei der betroffenen Person negativ auswirkt, hängt mehr vom Selbstbewußtsein der Person ab als von der Objektifizierung. Wenn ich auf feminismus101 solche Sätze bzw. Dogmen lese wie "... dass Frauen grundsätzlich nicht wirklich als vollwertige Menschen angesehen werden", dann haben die Verfasser offenbar eine tief sitzende Depression und projizieren diese auf den Rest der Welt, bzw. die ganze Objektifizierungstheorie dient vor allem dazu, alle anderen abenfalls zu dieser depressiven Weltsicht überreden.

    Irgendwie dachte ich, wir wären im dritten Jahrtausend schon weiter und hätten einen Konsens, grundsätzlich alle Menschen wirklich als vollwertig anzusehen, und - noch wichtiger - jeder würde sich selber grundsätzlich als vollwertig ansehen. Ausnahmen bestätigen die Regel: Es gibt Leute, die andere als minderwertig ansehen, diese Leute klassifizieren wir als verrückt bis gefährlich, aber irrelevant für unser Selbstverständnis (z.B. hardcore-Feministen, die mir als Mann einreden wollen, ich sei ein triebgesteuerter potentieller Vergewaltiger und auch sonst Mensch zweiter Klasse). Und es gibt Leute, denen fehlt es an Selbstvertrauen, denen sollte irgendwie geholfen werden, aber es ist keine Hilfe, wenn alle anderen auch depressiv werden.

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    1. Stephan Fleischhauer3. November 2013 um 12:58

      Gutes Beispiel mit dem Ballett. Jegliche Art von Formation, ob nun Formationstanz, "Choreographien" von Fußballfans, Fackelzüge, "Formaldienst" beim Militär - das alles degradiert den einzelnen Menschen zu einer Art Pixel.

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    2. Sehr schön beschrieben mit dem Ballett und auch die vielen anderen Beispiele. In kaum einer Rolle wird Objektifizierung aber allgemein als negativ bewertet mit Ausnahme der sexuellen Objektifizierung. Daher auch kein Leid der Tänzer.
      Unter sexueller Objektifizierung leiden meist Betroffene wie Pornodarsteller oder Werbemodelle (vgl. Redcoon Werbespot) auch nicht. Sondern häufig sind es Leute, die selbst nur indirekt betroffen sind und anderen einreden wollen, dass sie unter ihrer Rolle zu leiden haben bzw. dass sie damit der Gesellschaft schaden, da sie ein bestimmtes Frauenbild produzieren.

      "Dieses Beispiel zeigt in meinem Augen folgendes: Objektifizierung ist zunächst völlig wertneutral, dahin argumentiert ja auch Dein Post. "

      Genau! Mich hat es einfach aufgeregt, dass dies grundsätzlich als negativ aufgefasst wurde, darum der Post. :)

      Viele Grüße,
      Miria

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  4. ich verweise mal grade auf eine diskussion, wieder von antje und ihren "5 thesen zur prostitution" angestoßen, die mir mal wieder belegt, wie aus einem halben gedanken ein ganzer werden soll - sie hat dazu eine explizite <a href="http://courtisane.de/blog/?p=811>antwort</a> bekommen, die das eigentliche dilemma, das hier ja auch diskutiert wird, auf's schönste offenbart: es geht nicht um die nüchterne betrachtung sondern um ein <b>moralisches urteil</b>, da sich da jemand anmaßt.

    natürlich klingt es im ersten moment "gut", wenn ich argumentiere "ja, aber - wird da der mensch nicht zum objekt?". man stellt sich ja instinktiv auf die seite derer, die niemals "objekt" sein möchten ... naja, wenn sie eben nur oberflächlich auf das gucken, was gesagt wird. da oben wurden schöne beispiele genannt, in denen wir es überhaupt nicht "unstatthaft" finden, wenn menschen nur "objekt" oder als bausteinchen teil eines "puzzles" sind, das als ganzes von mir aus die fünf olympischen ringe bildet.

    auch ausgeblendet: spielarten des sog. bdsm. menschen, die keinen blassen schimmer von so was haben, erschrecken natürlich im ersten moment furchtbar: was, die kann sich doch nicht fesseln und "misshandeln" lassen ... und eben nicht verstehen, was das bedeutet: die abgabe des zwangs selbst agieren zu müssen und eine form der hingabe, in der, der sich hingibt, in wirklich bis ins detail bestimmt, was mit ihm/ihr geschieht. der submissive ist ja in der praxis könig und legt die regeln fest - er/sie ist in keinster weise "objekt" - sondern halt befreit davonb, sich gedankenzu machen, was denn nun sein partner als "gegenwert" erwartet.

    das universum der carrie bradshaw des deutschen feminismus ist voller solcher nur halb verstandenen trugschlüssen, weil immer nur an der oberfläche und immer aus der eigenen - wie wir wissen arg verengten - perspektive heraus gesehen. es geht dabei auch immer nur an der oberfläche um die darstellung von sachverhalten, sondern im subtext grundsätzlich um ein moralisches urteil.

    natürlich hat jeder das recht, für einen von ihm/ihr festgelegten zeitraum zum objekt zu werden ... ohne auch nur eine sekunde seine/ihre würde zu verlieren. die verliert man eher, wenn man von aussen von unverständigen menschen "begutachtet" und als "moralisch verwerflich" abgestempelt wird.

    ach ja: pornos sind langweilig, ich ertrage da nur stoff aus den 70ern aus dem hause "alpha france". die sind wenigstens witzig ;-).

    der moderne stoff ist eher so etwas wie die ewige olympiade der geschlechtsteile, unerotisch bis zum gehtnichtmehr

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