Freitag, 5. Juli 2013

Wahre Freunde

Ich studiere jetzt schon seit einigen Jahren und zum ersten Mal habe ich das Gefühl, ich habe Freunde bei mir an der Uni. Zwar gab es bereits einige Menschen, die mich als Freundin bezeichneten, aber ich hatte nie dieses Gefühl, das ich mit Freunden verbinde. Ich hatte gute Bekannte.
Für mich hat Freundschaft einen großen Wert. Es bedeut eben nicht nur, dass ich mit diesen Menschen gut reden und feiern kann. Freundschaft bedeutet, immer füreinander da zu sein, Freundschaft bedeutet immer zueinander zu stehen und sich nicht wegen Kleinigkeiten zu streiten. Freundschaft bedeutet, Ehrlichkeit und Loyalität. Mit meinen Freunden kann ich über alles völlig ehrlich reden, ihnen kann ich vollends vertrauen. Und wenn es mir schlecht geht und ich jemanden brauche, so weiß ich, wahre Freunde sind immer für mich da, egal ob Tags oder mitten in der Nacht.
Solche Menschen sind nicht einfach zu finden, solche Menschen findet man selten. Meine wahren Freunde kenne ich meist schon seit zehn Jahren oder länger und diese Menschen werde ich hoffentlich nicht verlieren. Ich glaube auch, dass Freundschaft ewig hält und nichts wahre Freunde trennen kann.
Da ist es auch egal, ob gute Freunde nun nebenan hunderte bzw. tausende Kilometer entfernt wohnen. Gute Freundschaft macht es nicht aus, dass man sich ständig sehen muss. Es kommt viel mehr auf das Gefühl an, dass man hat, wenn man die Zeit miteinander verbringt.
Meine allerbeste Freundin ist wie eine Schwester für mich, wir sind seit über zwanzig Jahren befreundet uns verbindet unglaublich viel und ich hoffe, dass wir noch in 100 Jahren beste Freunde sind! Teilweise sehen wir uns mehrere Monate oder ein Jahr nicht, aber wenn wir uns sehen, ist das Gefühl noch immer das gleiche wie schon vor zwanzig Jahren.
An der Uni habe ich mich nie in Gruppen dazugehörig gefühlt, ich hatte den Eindruck, dass einige Menschen dort untereinander durchaus solche Freundschaften wie ich sie hier beschreibe untereinander haben, aber ich hatte das nicht.
Natürlich war es nie ein bewusstes Ausschließen - wie gesagt - es gab durchaus Menschen die mich als Freundin bezeichnen. Meist habe ich auch nicht widersprochen, da ich diese Menschen mag und glaube, dass wir einfach ein anderes Verständnis von Freundschaft haben. Denn oft habe ich bei anderen den Eindruck, dass sie viele Menschen, die ich nicht als Freunde einordnen würde zu diesen zählen. Auch beispielsweise eine Freundesliste bei Facebook zeigt nur meine Bekannten, mit denen ich gerne in Kontakt bleiben möchte, aber ich würde nicht mit all meinen 700 Facebookfreunden beispielsweise über irgendwelche intimen Dinge sprechen, dafür habe ich dann doch lieber meine wirklichen Freunde.
Erstaunlicherweise habe ich mittlerweile auch in der Umgebung Universität Menschen kennengelernt, denen ich vertraue, mit denen ich reden kann und auf die ich mich verlassen kann. Natürlich kann man jetzt sagen, diese Menschen kenne ich noch nicht so lange wie meine Freunde. Aber in der Vergangenheit hat mich mein Gefühl nie getäuscht: Freunde erkenne ich meist relativ schnell und diese bleiben mit dann meist auch erhalten. Ich bin sehr glücklich über die momentane Situation, über einige neue Freunde in meinem Leben.


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