Dienstag, 4. Juni 2013

Türkei

Die momentane Situation in der Türkei macht mich sehr betroffen und traurig. Ich habe viele Freunde und Bekannte, die in der Türkei in Städten wie Ankara, Izmir oder Istanbul leben. Einige meiner Bekannten protestieren gegen die Regierung und deren diktatorisches Vorgehen. Ebenso gegen die Verletzung der Menschenrechte. Ich möchte hier gar nicht so vieles detailgetreu schildern, denn ich denke, dass die meisten bereits von der Situation mitbekommen. Ich habe durch viele Post auf Facebook und Gespräche einiges an „Fetzen“ mitbekommen. Einiges, was mich traurig macht, was mich schockiert und mich nicht mehr loslässt. Ich hoffe, dass es meinen Freunden gut geht, dass sie es schaffen, in der Türkei mehr Freiheit zu erkämpfen.
Einige Fetzen: Die Polizei geht mit Tränengas und anderen chemischen Waffen gegen Demonstranten vor. Teilweise hingen ganze Wolken von Tränengas über den Innenstädten, so dass Atmen nur schwer möglich war. Harmlose friedlich protestierende Menschen wurden grundlos festgenommen oder auf wurde brutal eingeknüppelt.
Zeitweise hat die türkische Regierung den Zugang zu sozialen Medien gesperrt, damit nichts über die Konflikte an die Öffentlichkeit gerät. Ebenso wurden die türkischen Medien unter Druck gesetzt, nichts zu berichten.
Telefongesellschaften wurden von der türkischen Regierung aufgefordert, Gespräche in bestimmten Gebieten nicht durchzustellen, damit die Demonstranten sich nicht für Aktionen miteinander verständigen können.
Da hauptsächlich Studenten zu den Protestierenden gehören, war es diesen untersagt, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, um zu den Plätzen der Proteste zu gelangen.
Ich könnte hier jetzt haufenweise links posten, die all dies bestätigen, aber das kann sich sicher auch jeder ergooglen. Ich möchte einfach nur darüber schreiben, wie es den Menschen dort ergeht.
Ich wünsche mir, dass die Proteste bald ein Ende haben und die Regierung in der Türkei ein einsehen bzw. die Türkei eine neue Regierung. Ich wünsche all den Menschen, die für ihre Rechte und ihre Freiheit auf die Straße gehen, die Kraft und die Stärke weiterzumachen, nicht aufzugeben und dass sie ihre Ziele erreichen!

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