Mittwoch, 3. April 2013

Statement gegen die Homo-Ehe


Achtung: Bitte erst den Artikel bis zum Ende lesen und dann meckern

Seit einigen Tagen ändern mehrere Menschen auf Facebook ihre Profilbilder zu einem roten Gleichheitszeichen, um damit Unterstützung für die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner zu zeigen. Aufgerufen wurde zu dieser Aktion von der Human Rights Campaing, die auch das passende Zeichen lieferte.
Magda von der Mädchenmannschaft schrieb bereits ihre Bedenken gegenüber der Kampange, da sie in ihrem Umfeld die Beobachtung machte, dass viele Menschen, die ihr Profilbild änderten, eben sich sonst nicht mit dem Thema beschäftigen. Diese Art von Gewissensberuhigung mit Hilfe eines einzigen Klicks.
Ich habe mein Facebookprofilbild nicht geändert, will das auch nicht und finde die Kampagne nicht gut. Ich weiß, dass sich das auf die USA bezieht, glaube aber, dass viele Menschen das auf Deutschland übertragen. Und darum argumentiere ich hier im weiteren Verlauf mit der Situation in Deutschland, die mir besser bekannt ist als die in den USA.
Ich bin dagegen, dass gleichgeschlechtliche Menschen heiraten. Die Ehe ist eine von Gotte gegebene Lebensgemeinschaft zweier Menschen, die sich lieben und die Kinder bekommen möchten. Die Ehe ist in dem Sinne also religiös. In Deutschland gibt es schon viel zu viel Verquickung von Staat und Kirche. Und dass der Staat mit seiner Institution der Ehe sich dieses religiöse Sakrament auch noch aneignet, finde ich nicht gut.
Die Ehe sollte bleiben, als was sie gedacht war oder innerkirlich verändert werden. Genauso ist eine Verknüpfung von Ehe und Steuern eigentlich total unangebracht.

Ein besseres Modell von staatlicher Seite wäre eine Art Versorgungsgemeinschaft. Das heißt, dass Personen, die vereinbaren möchten, gegenseitig füreinander zu sorgen, dies staatlich absichern lassen könnten. Mit einer solchen Versorgungsgemeinschaft sollten ähnliche Rechte einhergehen wie mit der heutigen Ehe. Dass heißt, die Einkommen werden gemeinsam versteuert, Informationen im Krankheits- oder Sterbefall werden gegeben und auch im Erbrecht gibt es Vorteile.
Eine solche Versorgungsgemeinschaft könnten alle Menschen, unabhängig vom Geschlecht und auch unabhängig von der Anzahl der Personen eingehen. Damit wären zum einen alle Personen egal welches Geschlecht, egal ob monogam oder poly, egal ob homo-, bi-, hetero- oder wie auch immer - sexuell gleichgestellt und hätten die gleichen Rechte.
Wenn aber die staatliche Zweierehe weiterhin so bleibt wie sie ist oder eben auch auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften ausgeweitet wird, wird damit ein System unterstützt, dass ich nicht unterstütztenswert finde.

Weitere Texte zum Thema:
kleinerdrei
thoughts onglobe
Philippe Wampfler
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Kommentare:

  1. Vielen Dank für Deinen Kommentar, Miria. Um ihn genauer zu verstehen, habe ich auch Deinen Blog gelesen. Ich finde die Gelegenheit zum Diskutieren echt toll!
    Mit Heiligkeit meinte ich nicht die Kirchliche Fassung der Ehe. Da habe ich mich oben tatsächlich unglücklich ausgedrückt. Ich denke, wir sind in dem Punkt einig: Kirche und Staat sollten auch in der Ehe getrennt bleiben und das sind sie im Moment nicht wirklich. Deswegen bin ich zu dieser Aussage gekommen, da ich "Heiligkeit" im staatlichen Sinne meinte, was im Gesetz oder Sprachgebrauch eher als 'Unantastbarkeit der Ehe' oder der 'Ehe als natürliche Grundeinheit' bezeichnet wird. Ich wollte hier nicht auf die Kirche eingehen. (Was die mit sich selbst machen, ist mir eigentlich egal.)

    Der zweite Punkt, den Du ansprichst, hat mich jedoch gerade zu meinem Blog motiviert. Ich merke jetzt beim Antworten, dass es echt komplizierter ist als ich dachte, es so viele Herangehensweisen und so viel Balast da mit schwebt. Also versuche ich es mal so:
    Zum Einen denke ich, jetzt die Homo-Ehe zuzulassen, ist ein guter Schritt um im nächsten die Ehe auf weiter ausgeschlossene zu erweitern und dann zu einer gleichberechtigenden Versorgungsgemeinschaft werden zu lassen.
    Zum Anderen gibt es für viele Menschen, auch für viele Atheisten, Agnostiker etc., zwei Aspekte der Ehe: ein praktischer und ein emotionaler. Der praktische ist zu diskutieren und per Gesetz zu Regeln. Der emotionale ist ein Bedürfnis im Geiste des Menschen. Dies Bedürfnis ist nach meiner Wahrnehmung bei vielen sehr stark. Wenn ich beobachte, mit welchen Argumenten viele junge säkuläre Paare nach der Ehe streben. (und ich fände es nicht sehr humanistisch allen einfach zu unterstellen, dass sie ausschließlich nach Privilegien streben, oder dieses Bedürfnis einfach negativ zu bewerten).

    Letztlich würden wir allen nicht-heterosexuell-monogamen Menschen, welche einen Bedarf an der emotionalen Seite der Ehe haben, diesen Verwehren, wenn er nur noch von der Kirche lieferbar ist. Dies wäre ebenso eine Diskriminierung.

    Für eine umfassende Regelung brauchen wir sehr viel Diskussion. Und wir brauchen Zeit zum nachdenken. Ich denke die Öffnung zu einer Versorgungsgemeinschaft, wie du sie beschreibst, ist ein Schrittweiser Prozess, auch in den Köpfen der Menschen. Und sein Ausgang ist offen.

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    1. "Deswegen bin ich zu dieser Aussage gekommen, da ich "Heiligkeit" im staatlichen Sinne meinte, was im Gesetz oder Sprachgebrauch eher als 'Unantastbarkeit der Ehe' oder der 'Ehe als natürliche Grundeinheit' bezeichnet wird. Ich wollte hier nicht auf die Kirche eingehen. (Was die mit sich selbst machen, ist mir eigentlich egal.)"

      Ich glaube nicht, dass man auf die Ehe eingehen kann ohne zumindest auch eine kirchliche Ehe im Blick zu haben, da dieses Bild der Unantastbarkeit (egal, ob das jetzt von Atheisten anders gedeutet wird als von Gläubigen) aus den Kirchen kommt.

      "Zum Einen denke ich, jetzt die Homo-Ehe zuzulassen, ist ein guter Schritt um im nächsten die Ehe auf weiter ausgeschlossene zu erweitern und dann zu einer gleichberechtigenden Versorgungsgemeinschaft werden zu lassen."

      Ich glaube, dass mit diesem Schritt zu viele Menschen aufhören würden, sich gegen die staatlich Zweierehe zu stellen. Denn sie ist ja nun "allen Menschen" erlaubt. Dass es Menschen gibt, die weder homo- noch hetero- oder polyamor leben, wird von den meisten Menschen nicht wahrgenommen.

      "Letztlich würden wir allen nicht-heterosexuell-monogamen Menschen, welche einen Bedarf an der emotionalen Seite der Ehe haben, diesen Verwehren, wenn er nur noch von der Kirche lieferbar ist. Dies wäre ebenso eine Diskriminierung."

      Meinst du nicht, dass man diesen emotionalen Aspekt auch an eine staatliche Versorgungsgemeinschaft knüpfen könnte? Das müsste man ja nicht unbedingt so bezeichnen, vielleicht würde da ein interessanterer Name passen, so dass es sich nicht so pragmatisch anhört :)
      Warum muss das Ding denn genauso heißen wie das getero-monogame Ideal der Kirchen, damit Leute sich daran emotional gebunden fühlen?

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    2. Dein ersten Punkt finde ich sehr interessant (Verknüpfung v. kirchlicher und staatlicher Ehe), so habe ich das noch nicht bedacht. Meinst Du damit, dass es einfach zu schwierig ist kirchliche & staatl. Ehe voneinander zu lösen und das zu offensiv für religiöse Menschen?

      Deinem zweiten Punkt würde ich nicht zustimmen. Denn mit der Öffnung der Ehe für Homosexuelle wäre ja erster Punkt schon gelöst. Denn die wäre ein großer Affront gegen die Kirche und eine Abwendung von der kirchlichen Heiligkeit. (Wobei ich persönlich glaube, dass sich die Kirche auch in vielen Punkten öffnen sollte, denn sie diskriminiert extrem viele Menschen).

      Und ist das wirklich so, dass von den meisten Menschen nicht wahrgenommen wird, dass es homo-, hetero oder polys gibt? So verschiedene Umfragen sagen doch, dass es in Ehen recht häufig Affären gibt. Was ist das den anderes als Polymorphie, die jedoch heimlich ausgelebt wird (und entgegen einer Vereinbarung). Vielleicht sollten wir lieber sagen, dass es bewusst gemacht werden muss, was da eigentlich passiert und dann auch in den Gesetzen gespiegelt werden sollte.

      Und zu Deinem dritten Punkt: Ich hatte in meiner Antwort einen Absatz über Begriffe zur - ich sage jetzt - Partnerschaft wieder gelöscht. Mir persönlich ist es total egal wie das heisst und blieb nur bei Ehe, denn damit weiss jeder was gemeint ist. Aber Worte sind wohl sehr wichtig.

      Nichtsdestotrotz entscheiden die Menschen in der Masse, ob sie ein alternatives Angebot auch emotional annehmen würden.

      Wenn ich das so sehe, müssten wir eigentlich für beides plädieren: die Öffnung der Ehe UND die Stärkung der Partnerschaftlichen Eintragung zu einer Versorgungsgemeinschaft. Vielleicht Verso & ich ich bin versorgt :-) (ok, das hat jetzt wieder einen ganz anderen Geschmack, wenn mensch an die traditionelle Versorgerrolle in der Ehe denkt).

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    3. "Dein ersten Punkt finde ich sehr interessant (Verknüpfung v. kirchlicher und staatlicher Ehe), so habe ich das noch nicht bedacht. Meinst Du damit, dass es einfach zu schwierig ist kirchliche & staatl. Ehe voneinander zu lösen und das zu offensiv für religiöse Menschen?"

      Ich glaube, dass es im Moment sehr schwierig ist, weil es in Deutschland einfach eine Art "Staatsreligion" gibt, obwohl das offiziell niemand zugibt.
      Ich glaube allerdings nicht, dass das Problem bei den religiösen Mesnchen liegt, sondern vielmehr bei denen, die nicht religiös sind, aber dann "im Sinne" der anderen handeln wollen.
      Ich selbst bin katholisch und auch religiös, finds scheiße, wenn Leute von außen (Atheisten oder Andersgläubige) meinen, unsere Kirche reformieren zu müssen, dass sollte von Innen kommen. Also nur, dass du mich nicht falsch verstehst, ich glaube schon, dass auch die Kirche sich verändern sollte aber nicht durch Menschen, die damit eigentlich nichts zu tun haben. Ich gehe ja auch nicht zu einem Schwimmverein und sage dann: Eigentlich wollte ich Wasserball spielen, also lasst uns den Verein mal reformieren.
      Und durch diese eindeutige Verknüpfung von Staat und Kirche ist es momentan so, dass das alle etwas angeht, denn der Staat sollte eben für alle Menschen und nicht nur für Gläubige da sein. Und dann prallen Welten aufeinander, weil viele Gläubige bei der Homo-Ehe dann wieder das Problem sehen, dass ihre heilige Ehe zuerstört wird. Was eben nicht so wäre, wenn es nicht diese enge Verknüpfung gäbe.

      "Deinem zweiten Punkt würde ich nicht zustimmen. Denn mit der Öffnung der Ehe für Homosexuelle wäre ja erster Punkt schon gelöst. Denn die wäre ein großer Affront gegen die Kirche und eine Abwendung von der kirchlichen Heiligkeit. "

      Ja und nein. Meiner Meinung nach wäre der Punkt nicht gelöst, da es wirklcih ein Affront und damit viel mehr ein Angriff auf ein krichliches Sakrament wäre und keine Abwendung. Man würde weiterhin das gleiche von der Kirche geprägte Ritual verwenden, aber eben auch für Menschen beiderlei Geschlechts. Das könnte viel mehr als ein Eingriff als eine Trennung verstanden werden. Ich glaube für eine Trennung müsste sich radikal etwas ändern.

      Was das mit dem Namen angeht, glaube ich, dass es für eine eindeutige Unterscheidung besser wäre es nicht Ehe zu nennen. Wobei die emotionale Verbindung, die heutzutage schon für einen Großteil bei dem Wort Ehe besteht natürlich ein Argument dafür wäre.

      "Wenn ich das so sehe, müssten wir eigentlich für beides plädieren: die Öffnung der Ehe UND die Stärkung der Partnerschaftlichen Eintragung zu einer Versorgungsgemeinschaft. Vielleicht Verso & ich ich bin versorgt :-)"

      Für beides plädieren, um eins zu erreichen oder beides zeitgleich erreichen wollen? Dann würde mich nämlich interessieren, wie du die unterschiedlichen Modelle ausstatten möchtest (also rechtlich gesehen, welchen Wert hätte eine Ehe neben einer Versorgungsgemeinschaft)?

      Ps. Ich habe teilweise bei meinem Text den Eindruck, dass es so rüberkommt, als wäre ich gegen eine Änderung in der Kirche, was nicht so ist. Organisationen wie huk (www.huk.org) oder die Aktion von Priestern gegen das Zölibat (in einer der letzten Ausgaben des Stern) finde ich z.B. gut, weil es eben von Innen kommt.

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    4. Du sagst auf der einen Seite, dass die Kirche nur von innen geändert werden kann. Dagegen habe ich nichts. Ich sagte ja schon, mir ist das egal, was die Kirche innerhalb ihrer eigenen Sphäre macht. Ich ordne mich selbst im Glauben ungern irgendeiner Gruppe zu, interessant finde ich am ehesten noch die Agnostiker.

      Auf der anderen Seite schreibst Du, dass die staatliche Ehe nicht geändert werden kann, da sie von der Kirchlichen abstammt bzw. mit ihr verknüpft ist, und da dies eine Einmischung in die Kirchen wäre.

      Das finde ich nun einen Wiederspruch vom nicht-kirchlichen Standpunkt aus, da dies die Säkularisierung der staatlichen Ehe und damit des Staates in Frage stellt. Und das gefällt mir nicht.

      Es ist ja nun auch nicht so, dass die Ehe eine Erfindung der Kirche ist. (Die Kirche ist eine NeuTestamentliche-entwicklung, sie selbst gibt es erst seit irgend wann nach Jesus Geburt. Und Joseph und Maria waren ja auch schon ein Ehepaar.) Und es gibt die Ehe in anderen neuzeitlichen Kulturen, Religionen oder bei Urvölkern überall auf der Welt. Die Kirche mag die Ehe in der westlichen Welt stark geprägt haben. Aber sie hat keinen Alleinanspruch darauf, nur weil sie die Ehe heilig spricht. Und das gilt eigentlich auch nicht auf das Wort Ehe, denn Sprache benutzen alle.

      Das wäre jetzt so, wie wenn der Schwimmverein auch allen Nicht-eingetretenen vorschreiben will, wie sie Wasserball zu spielen haben.

      Ich stimme zu, die Kirche muss von innen geändert werden. Doch wenn nun die Kirche in die Rechte von ausser-kirchlichen Eingreift, sollten und können sich diese dann nicht dagegen wehren? Zudem darf ein ausser-kirchlicher sehr wohl seine Meinung sagen, warum er nicht in der Kirche sein möchte?!

      Die doppelte-Lösung am Ende meines letzten Kommentars war eigentlich eher als Scherz gemeint. Von meinen Standpunkt aus enthält die staatliche Ehe keine kirchliche Heiligkeit und der Staat sollte sich nicht an der Kirche orientieren, wie er seine Gesetzt macht und benennt. Und ich denke wir brauchen auf jedenfalls etwas Ehe-ähnliches, um es so diplomatisch zu sagen. Ich stelle mir das so vor, das JEDEM Menschen die Lebensgemeinschaft ermöglicht wird, in der er leben möchte und für die er andere Menschen findet, welche diese Gemeinschaft freiwillig mit ihm eingehen. Rationell gesehen wäre vielleicht ein individuell erstellbares Bausatz-Vertragssystem mit wählbaren Standardblöcken zu Scheidung, Tod, Krankheit, Kindererziehung, Länge der Ehe etc. eine Lösung. Die Romantische Version wäre dann jene Partnerschaft auf Lebenszeit. Staatliche Unterstützung sollte es nicht für die Ehe an sich, sondern nur für Kinder geben, und diese entweder als Rentenbeitrag für die Erziehenden gelten aber sonst direkt an die Kinder gebunden sein. Familien sollte es aber ermöglicht werden, überall wo sie wollen, dauerhaft zusammen zu leben.

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    5. Ich glaube, du hast mich teilweise falsch verstanden. Ich bin natürlich dafür die staatliche Ehe zu ändern, wie ich auch schon in meinem Post gechrieben habe. Ich möchte sie ja sogar ziemlich radikal ändern.
      Ich meine, dass es schwierig wird, gläubigen Menschen (und das sind immerhin nicht gerade wenig) klar zu machen, dass das eine jetzt nichts mehr mit dem anderen zu tun hat, wenn vieles dennoch genauso bleibt wie bisher.
      Ich bin für eine sehr starke Trennung von Kirche und Staat, die aber im Moment leider eindeutig nicht vorhanden ist (was ja auch noch andere Bereiche neben der Ehe betrifft).
      Und genau dieses Problem wollte ich damit ansprechen, als ich sagte, dass dies mehr als ein Angriff auf eine kirchliche Tradition verstanden werden könnte. Ich erlebe im Umfeld einige dieser Positionen, die sich gegen eine Öffnung der Ehe stellen, da es ein kirchliches Sakrament ist. Diese Trennung gibt es also in den Köpfen der Leute nicht und das ist ein Problem.

      Zum Großteil ist die Ehe aber doch eine Erfindung der Religionen, welcher Art diese nun sein mögen. Aber ich glaube auch nicht, dass das für die heutige Betrachtung große Relevanz besitzt, da ich immer davon ausgehen muss, wie die Sicht in den Köpfen der Menschen jetzt ist und da ist die Ehe bei religiösen Menschen eindeutig religiös besetzt.

      "Ich stimme zu, die Kirche muss von innen geändert werden. Doch wenn nun die Kirche in die Rechte von ausser-kirchlichen Eingreift, sollten und können sich diese dann nicht dagegen wehren? Zudem darf ein ausser-kirchlicher sehr wohl seine Meinung sagen, warum er nicht in der Kirche sein möchte?!"

      Dem stimem ich zu, wobei ich mich frage, was du mit Meingung sagen meinst? Denn Aussagen wie "böser alter Mann, der nur Schaden anrichtet" (bereits gehört) über den Papst empfinde ich persönlich nicht mehr als einfache Meinungsäußerung, sondern verletztend. Bei einer Meinungsäußerung sollte man dennoch Rücksicht auf die Gefühle der religiösen Menschen nehmen. Sich kritisch über konkrete Postitionen zu äußern (beispielsweise Zölibat oder Umgang mit homosexuellen, Frauen) ist was ganz anderes.

      Und ich finde auch, dass die Kirche eben nicht in die Rechte von außerkirchlichen Menschen eingreiffen sollte! Das ist richtig.

      Deine Idee mit dem Bausatz-Vertragssystem finde ich auch ziemlich gut. Was genau meinst du mit staatlicher Unterstützung? Wenn du auf das Ehegattensplitting abzielst, sehe ich das anders. Ich finde es sogar enorm wichtig, dass Einkommen einer Versorgungsgemeinschaft auch auf Wunsch als gemeinsames Einkommen versteuert werden kann. (Egal wie viele Mitlgieder diese Gemeinschaft nun hat)

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    6. Seine Meinung sagen heisst natürlich nicht jemanden beleidigen, das ist klar. Nur so viel dazu.

      Du fragst, wie genau ich staatliche Unterstützung meine: Ich meinte damit die gesellschaftliche Unterstützung für Kosten und Aufwand, die Erziehenden entstehen. Die Gesellschaft braucht Kinder (vielleicht nicht unbedingt immer mehr, aber doch ein paar) um stabil zu bleiben. Insbesondere Mütter (aber nicht nur) haben aber im Beruf immer noch starke Nachteile von der Schwangerschafts- und Erziehungszeit. Sicher ist es schön Kinder zu kriegen. Aber es sollte schon ein Ausgleich z.B. für die Rentenkasse geben, denn die Kinder von heute werden morgen für die Renten aufkommen. Und natürlich muss Ausbildung oder Gesundheitsversorgung für Kinder garantiert, oder gar frei sein. Meiner Meinung nach ist das ein sehr großer Pfeiler einer Gesellschaft, der allen zu gute kommt.
      Die Partnerschaft oder Versorgungsgemeinschaft an sich sollte meiner Meinung nach nicht vom Staat gefördert werden. Hat die Partnerschaft nicht schon allein daraus einen Vorteil, dass man sich zusammentut, Kosten teilt, füreinander sorgt. Warum muss der Staat dies noch mal extra fördern, solange es keine Kinder in der Partnerschaft gibt? Das Ehegattensplitting schiebt einem Ehepaar im Moment bis zu 8000 Euro/Jahr extra zu, und das, obwohl die Gesellschaft und damit der Staat von der Ehe an sich nichts hat. Zudem wird dadurch nur eine ganz bestimmte Rollenverteilung (einer zu Haus, einer auf Arbeit) gefördert, welche eigentlich gleichberechtigt gegenüber anderen Rollenverteilungen stehen sollte.

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    7. Was die Unterstützung mit den Kindern angeht, da stimme ich dir zu. Besonders die Zeit, die Frauen beruflich aussetzen aufgrund von Schwangerschaft oder Kleinkindern sollte für die Rente angerechnet werden.

      Deine Meinung zum Splitting teile ich nicht, da es sich eben nicht um die Förderung eines bestimten Modells handelt.
      Da ich dazu aber so viel zu sagen hätte, habe ich gleich mal einen ganz Post verfasst: http://nur-miria.blogspot.de/2013/04/warum-ehegattensplitting-vernunftig-ist.html

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  2. P.S. für alle anderen: Miria hat auf einen Artikel von mir mit einem Kommentar und Verlinkung auf ihren obigen Eintrag geantwortet. Mein Artikel steht unter: http://thoughtsonglobe.blogspot.com/2013/04/ehegleichheit-oder-eheabschaffung.html

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    1. Habe deinen Beitrag übrigens auch schon bei mir unter dem Text verlinkt :)

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