Dienstag, 12. März 2013

Erotische Kurzgeschichte: Schmerz (Teil 2)

Triggerwarnung: Es werden Handlungen geschildert, die von Außen als Gewalt wahrgenommen werdne könnten.

Den ersten Teil der Geschichte findet ihr hier: Erotische Kurzgeschichte: Der Anfang (Teil1)


Mit nur einer kurzen Handbewegung öffnest du meinen BH, der dadurch sofort die Spannung um meinen Oberkörper verliert und nur noch schlaff an mir hängt. Nun führst du den Träger zunächst um meinen linken Arm herum und nimmst mir dann das Kleidungsstück komplett ab. Ich ahne, dass du es in die Ecke wirfst, da ich von ein paar Metern hinter meinem Rücken ein kurzes klackerndes Geräusch vernehme. Ich bemerke, wie du dich von mir entfernst und kurze Zeit später wieder vor mir stehst. „Streck deine Hände aus!“
Ich fühle ein raues ungefähr ein Zentimeter dickes Seil, dass eng um meine vor Aufregung leicht zitternden Handgelenke gewickelt wird. Nun zerrst du mit Hilfe der eben entstandenen Fesselung und eines Hakens an der Decke meine Hände in die Höhe, allmählich verliere ich den festen Stand unter meinen Füßen. Schließlich berühren gerade mal meine Zehen den groben Holzboden. Ich bin in dieser Situation jetzt aufgeregt, neugierig, gespannt, fühle mich aber auch ein wenig verängstigt und hilflos ausgeliefert. Der Atem geht schneller und mein ganzer Körper spannt sich an, ich spüre einzelnen Muskel in mir, kleine vereinzelte Tropfen Schweiß bilden sich auf meiner Haut: Was wirst du tun? Wird es schmerzhaft, vielleicht sehr? Kann ich das überhaupt aushalten? Du streichelst mich am ganzen Körper, meinen Rücken, meine Taille, meine Pobacken, überall an mir spüre ich Hände. Sind es wirklich nur die deinen, oder ist da noch eine andere Person? Mit einer ruckartigen Bewegung ziehst du mir meinen Slip runter, ich bin nun völlig nackt und entblößt.
Während sich gerade deine Finger in mich hinein bewegen  erkenne ich, wie feucht ich bereits bin und auch dir bleibt das nicht verborgen. „Na meine Kleine, dir scheint das etwas zu sehr zu gefallen, dafür werde ich dich bestrafen!“ Du lässt mich alleine und ich höre deine Schritte im Raum. Ich erkenne ein zischendes die Luft durchschneidendes Geräusch und noch bevor ich mir irgendein Bild davon machen kann, worum es sich handelt, durchzieht ein heftiger Schmerz meinen Hintern. Völlig unvorbereitet verliere ich die Stabilität und hänge nur noch mit meinen Händen am Seil. Verzweifelt versuche ich mit meinen Füßen wieder festen Boden zu erreichen, als auch schon der nächste Schlag folgt. Und immer und immer wieder lässt du mir keine Chance, ich pendele am Seil hin und her und erreiche nur mit Mühe mal zwischendurch den Untergrund. Meine Oberschenkel und mein Hintern brennen vor Schmerzen. Aber von Schlag zu Schlag merke ich, wie sich meine Erregung steigert, wie der Schmerz mehr und mehr in den Hintergrund gerät und neben der Ekstase fast vollständig verschwindet. Ich verliere das Gefühl für Zeit und den Raum, nehme nicht mehr aktiv wahr, was um mich herum passiert und wo ich bin. Ich genieße das Gefühl dieses Rauschs, genieße das Gefühl innerlich in eine andere Welt abzutauchen, genieße das Gefühl des Fliegens. Ich weiß nicht, wie  viel Zeit vergeht, bevor du mich in deine Welt zurückholst.
Kraftlos und völlig erschöpft hänge ich in den Seilen, meine Knie schlottern und ich weiß, dass ich mich nicht mehr ohne Unterstützung auf meinen Beinen halten könnte. Sanft löst du die Fesseln an meinen Handgelenken und ich sinke zu Boden. Ermattet und immer noch leicht abwesend liege ich auf dem kühlen Holzboden. Du umfasst mich mit deinen Armen und trägst mich zu dem antiken mitgrünen Sofa, das ich beim Betreten des Raumes nur mit den Augenwinkeln wahrgenommen hatte. Bei jedem Knacken des Bodens komme ich wieder ein klein wenig mehr in diese Welt.

Kommentare:

  1. Der Übergang vom Zweifeln zum Genießen geht meinem Kopf etwas zu schnell. Ansonsten fein :)
    Gespannt, wie es weitergeht:


    energist

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    1. Naja, es waren ja keine richtigen Zweifel, mehr so Spannung ;)

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