Samstag, 16. Februar 2013

Hilfe - ich bekomme keine (bezahlbare) Krankenversicherung!

Ich bin Studentin und werde bald 25 Jahre alt, da muss ich mich dann selbst versichern. Neben meinem Studium bin ich selbstständig tätig und verdiene momentan zwar nur um die 400 Euro monatlich, was sich aber bald durch einige neue Aufträge stark erhöht.

Also habe ich mich bei verschiedenen Krankenkassen informiert: Die gesetzliche Krankenkasse möchte mich ab einem Einkommen von mehr als 700 Euro monatlich nicht mehr über einen Studententarif versichern und ich müsste den Tarif für selbstständige bezahlen. Das bedeutet, dass eine Krankenversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse mich fast 300 Euro kosten würde, wenn ich 800 Euro verdienen würde. Wovon soll ich denn dann bitte leben?! Miete und sonstiges bezahlen, wenn fast die Hälfte des Geldes für die Krankenversicherung draufgeht!?
Das kann doch nicht deren Ernst sein…
Bei privaten Versicherern würde ich unabhängig vom Einkommen einen Studententarif bekommen. Aber die meisten privaten Versicherer würden mich aufgrund meiner Depressionen ablehnen.
Also werde ich in ein paar Monaten keine Krankenkasse haben bzw. eine viel zu überteuerte gesetzliche Krankenkasse, die ich nicht bezahlen kann … oder ich muss auswandern, vielleicht gibt’s ja woanders bezahlbare Krankenversicherungen?
Oder lügen? Also der gesetzlichen erzählen, ich würde viel weniger verdienen, dann müsste ich aber auch das Finanzamt bescheißen, weil die Krankenkasse möchte um mein Einkommen abzugleichen einen Steuerbescheid… Das will ich eigentlich auch nicht, habe ja extra das Gewerbe angemeldet, um alles richtig zu machen.
Aber so langsam glaube ich echt, man ist in Deutschland am Arsch, wenn man sich an die Gesetzte hält! :(

Kommentare:

  1. Was ist denn mit der Option, eine private KV abzuschließen, in der ausdrücklich Psychotherapie ausgeschlossen ist?

    Ich bin aus dem gleichen Problem (Student, > 26 (bei mir Bonusjahr wg. Bundeswehr) und selbständig) bei einer PKV und zahle derzeit 145 Euro/Monat.

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    1. Die meisten privaten lehnen mich komplett ab, da sie Folgekosten befürchten, die nicht nur Psychotherapie umfassen.
      Es wurde mir klar gesagt, dass das Problem besteht, dass ich versuchen würde, mich umzubringen und wenn ich das nicht schaffe können andere körperliche Schäden zurückbleiben, die dann von der KV übernommen werden müssten...
      Bei einer PKV steht die Überprüfung noch aus, habe da aber nicht so viel Hoffnung, da drei bereits abgelehnt haben.

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    2. Und, hast Du inzwischen eine Lösung gefunden?

      Im schlimmsten Fall mußt Du eben die Buchhalterbrille aufsetzen und Dich armrechnen – als Selbständiger hast Du ja ganz gute Möglichkeiten, je nachdem in welchem Bereich Du tätig bist, entsprechende Ausgaben zu machen und diese anzurechnen. Wichtig: gegenüber dem FA die Prognose korrigieren.

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    3. Bisher noch nicht, bin dran... hab ja noch ein bischen Zeit.

      Armrechnen funktioniert zwar ganz gut gegenüber dem FA aber nicht gegenüber der Krankenkasse, da die fast 300 Euro bei denen anscheinend der Mindestbetrag für Selbstständige sind - unabhängig vom Einkommen :(

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    4. Auch als Student, wenn Du nur nebenbei selbständig bist? Uh, das ist natürlich böse.

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