Freitag, 4. Januar 2013

Weihnachten - ein christlich heidnisches Fest

Für viele hat im neuen Jahr 2013 schon wieder der normale Alltag begonnen. Einige sind immer noch im Urlaub in den Ferien.
Ich bin froh, dass der Trubel endlich vorbei ist und ich wieder meine Ruhe habe.
Erst der Weihnachtsstress, wem besorge ich was bzw. wer bekommt überhaupt was von mir. Klar gibt’s da Personen, bei denen man sich verpflichtet fühlt, ihnen was zu schenken, dazu gehören z.B. die Eltern oder solche Freunde, die schon im vorhinein verlauten lassen haben, was sie doch für ein tolles Geschenk für einen haben (und man will ja dann nicht mit leeren Händen dastehen). Aber eigentlich mag ich dieses Gefühl nicht, ich mag es nicht, mich verpflichtet zu fühlen, jemandem was zu schenken! Ich möchte jemandem eine Freude machen und deshalb etwas schenken. Meine beste Freundin bekommt auch immer eine Kleinigkeit von mir (Kekse oder ein schön gerahmtes Foto von uns), obwohl wir eigentlich sagen, dass wir uns nichts schenken wollen, aber ich find es einfach schon, wenn sie sich freut und dabei spielt es eben keine Rolle, was etwas gekostet hat, meist sind es eher die ideellen Werte.

In den letzten Wochen vor Weihnachten will ich am liebsten gar nicht mehr das Haus verlassen, weil alle Geschäfte überfüllt sind mit Menschen auf der Suche nach den letzten Weihnachtsgeschenken. Und überall tönen die ganze Zeit immer die gleichen Weihnachtslieder aus den Lautsprechern.
Weihnachtlicher Konsumterror! Immer wieder wird in irgendwelchen TV-Sendungen darauf hingewiesen, dass Weihnachten doch eigentlich ein besinnliches und christliches Fest ist, bei dem wir die Geburt Jesu feiern. Aber auch dieses christliche Fest hat längst einige heidnische Bräuche übernommen - oder was hat die geschmückte Tanne mit der Geburt Jesu zu tun?
Viele weihnachtliche Bräuche auch aus anderen Ländern sind nicht wirklich christlich. Eher wurde die Geburt Jesu bewusst von den christlichen Kirchen in die Nähe des Julfest gelegt.


Und auch heute wird das Weihnachtsfest längst nicht nur von gläubigen Christen begangen. Zwar höre ich des Öfteren von Mitgliedern anderer Religionsgemeinschaften, dass sie kein Weihnachten feiern, aber die vielen Ungläubigen sind oft mit Freuden dabei - wobei sie sich natürlich auf das zuvor erwähnte Fest berufen könnten, aber häufig gar keine Ahnung haben, was sie da eigentlich feiern (weder das eine noch das andere).
Geht doch mal in die Städte zu Weihnachten und fragt: „Was feiern sie eigentlich an Weihnachten?“, bin auf die Antworten gespannt. Oder fragt mal ein kleines Kind, das wird dann vermutlich etwas von der Kunstfigur des Weihnachtsmannes und den Geschenken erzählen.

Irgendwie finde ich es schade, dass ein solches Fest umgedeutet und mehr mit Konsum und Party als mit Nächstenliebe und Besinnlichkeit zu tun hat. Aber andererseits stellt sich auch die Frage, ist das schlimm?!
Wenn die Menschen glücklich damit sind, dass es eine Fest gibt, dass eben Geschenke, Weihnachtsmann und Party bedeutet ist es doch auch gut, oder?
Aber könnte man dafür nicht ein eigenes Fest gründen?

Meiner Oma geht der Weihnachtstrubel auch sehr auf die Nerven. Sie ist eine gläubige Frau, die jeden Sonntag in die Kirche geht und hat das Weihnachtsfest kurzerhand vorverlegt. So haben wir bereits am 22. Dezember Weihnachten im Kreise der Verwandtschaft bei meiner Oma gefeiert. Ohne Trubel und „man muss ja nicht Weihnachten feiern, wenn alle anderen es machen!“
Nächstes mal gibt’s dann Weihnachtsessen im Juli, da ist es wenigstens schön warm ;) 

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